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Karfreitag

Leid, Schmerz und unbeantwortete Fragen

„Wer lässt sich schon gerne aufs Kreuz legen?“ Das fragt Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in seinem Videobeitrag zum Karfreitag, an dem Christinnen und Christen der Kreuzigung Jesu gedenken.

Ohnmacht und Hilflosigkeit, Leid und Schmerz, Einsamkeit und unbeantwortetes Fragen nach dem Warum seien Erfahrungen, „um die wir ganz gerne einen Bogen machen“, so der 52-jährige Theologe in dem Kurzfilm, der auf einem Friedhof gedreht wurde – auch ein Ort menschlicher Leid- und Trauererfahrungen. Pistorius: „Wir feiern an Karfreitag, dass Gott diesen Erfahrungen nicht ausgewichen ist.“

Gott sei in Jesus Christus Mensch geworden und sei in ihm selbst ans Kreuz geschlagen worden. „Gut dass Jesus Christus sich hat aufs Kreuz legen lassen“, unterstreicht Christoph Pistorius. Dass Gott selbst den schweren Erfahrungen menschlichen Lebens nicht ausgewichen sei, sei für ihn aber andererseits auch „Trost und Hoffnung in den eigenen Karfreitagserfahrungen“, sagt der rheinische Vizepräses. „Und es lässt mich sehnend den Blick richten auf den Ostermorgen, an dem die Auferstehung als Wirklichkeit Gottes erfahrbar wird.“

ekir.de / 17.04.2014


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