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Köln

Hoffnung im Rechtsrheinischen

Hoffnung ist immer wieder bedroht, sagte Alt-Präses Manfred Kock in seiner Predigt beim Open-Air-Gottesdienst zum 400-jährigen Bestehen der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. Die Gemeinde ist ist älteste evangelische Gemeinde in Köln.

„Es geht nicht immer gut“, sagte Kock und fügte an: „Zum Beispiel nicht in Afghanistan. Auch nicht im Irak. Und nicht an den Börsen geht es gut.“ Auch am Ort des Gottesdienstes, rund um den Wiener Platz im Stadtteil Mülheim sei „viel Hoffnungslosigkeit“, seien Arbeitslosigkeit, Kinderarmut, Gewaltbereitschaft zu beklagen, kippe das multiethnische und multireligiöse Nebeneinander immer wieder in ein Gegeneinander. Von wegen „et hätt noch immer jot jejange“. Dagegen empfahl der einstige rheinische Präses der Festgemeinde die Gründung der Hoffnung auf die Christusbotschaft.

Kock erinnerte zu Beginn an die Gründungszeit der Mülheimer Gemeinde, die Zufluchtsort für lutherische und reformierte Christinnen und Christen war. Linksrheinisch hatten sie ihren Glauben nicht leben dürfen, erst seit gut 200 Jahren und dank Napoleon ist das möglich. Und so wurde Mülheim die erste Heimat. „Seit 400 Jahren wird hier das Wunder von Gottes Gnade verkündigt, die zum Glauben befreit und zur Verantwortung ruft.“

ekir.de / neu / 24.05.2010