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Erstes kirchliches Mitglied der Open Source Business Alliance

Nutzen, teilen, anpassen: Evangelische Kirche setzt auf Freie Software

Pressemitteilung Nr. 159/2018

Düsseldorf. Als erste kirchliche Einrichtung tritt die Evangelische Kirche im Rheinland der Open Source Business Alliance bei. Dadurch unterstützt sie die Verbreitung von Open Source Software und bringt ihre eigenen Erfahrungen mit Open Source Software in ein Netzwerk ein.

Software, deren Quellcode frei zugänglich ist und die beliebig kopiert, genutzt und verändert werden darf, wird als Open-Source-Software oder auch Freie Software bezeichnet. Bereits 2015 hat sich die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in ihrer IT-Strategie auf die Präferenz von Open-Source-Lösungen festgelegt. Der Beitritt zur Open Source Business Alliance folgt dieser IT-Strategie.

Offener Quelltext von Software erlaubt ein Anpassen an die eigenen Bedürfnisse, gleichzeitig werden die individuell entwickelten Lösungen wieder als Quelltext der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Open-Source-Software-Entwicklung ist ein Geben und Nehmen. „Bisher haben wir viele Programmierlösungen mit Freier Software bei uns eingesetzt und von den Software-Entwicklungen durch andere profitiert“, sagt Kirchenrat Klaus Lammertz, IT-Leiter der Evangelischen Kirche im Rheinland, „nun aber wollen wir bei uns entwickelte Programmierungen an die Allgemeinheit weitergeben. Dazu ist ein Netzwerk notwendig, deshalb sind wir der Open Source Business Alliance beigetreten.“

Sein Engagement für Open Source Software erklärt der IT-Leiter der rheinischen Kirche so: „Freies Teilen von Wissen, so wie es durch Offenlegung des Quelltextes geschieht, passt sehr gut zu unserer Haltung als Kirche“. Dass Freie Software in der evangelischen Kirche den Praxistest bestanden hat, zeigt sich unter anderem daran, dass das Kernstück der landeskirchlichen IT-Infrastruktur, ein Portal mit verschiedenen Fachapplikationen, auf Open Source basiert.

Durch den Beitritt zur Open Source Business Alliance unterstützt die Evangelische Kirche im Rheinland auch das Engagement der Allianz für das Verwenden und Einhalten offener Standards und die Forderung, dass Ergebnisse öffentlich finanzierter Entwicklungen der Allgemeinheit frei zur Verfügung gestellt werden, was im Fall von Software eine Verbreitung und Lizenzierung als Open Source Software bedeutet.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 26.11.2018


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