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Journalistentraining

Projekt "News4U" startete in die sechste Runde

Am Freitag startete das medienpädagogische Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und der Evangelischen Kirche von Westfalen in die sechste Runde.

"Alte Hasen" interviewten die neuen Absolventen von News4U.

Die zwölf Jugendlichen, die aus mehr als dreißig Bewerbungen ausgewählt worden sind, trafen sich in Düsseldorf mit Vertretern der Träger, Ehemaligen, Unterstützern und Referenten im Studio des Medienverbandes der EKiR, der das Training zusammen mit dem Amt für Jugendarbeit der EKiR organisiert und leitet. Von Espelkamp in Ostwestfalen bis Alsdorf im tiefsten Westen waren sie angereist. Dazwischen auch aus dem Ruhrgebiet, dem Raum Krefeld, Wuppertal, Beckum und Hagen.

Alle neuen News4Uler haben schon erste journalistische Gehversuche hinter sich. Weena schreibt für „kidz“, das Magazin der Evangelischen Jugend in Essen, Max hat eine eigene Schülerzeitung gegründet, Eva hat sich in einer Literaturwerkstatt ausprobiert und Jan ist Jungredakteur bei der „Cronenberger Woche", um nur einige zu nennen. Einige engagieren sich in der evangelischen Jugendarbeit oder beim CVJM. Begrüßt wurden die Jugendlichen von Dr. Lars Tutt, dem Geschäftsführer des Medienverbandes, und Simone Mechels, Landesjugendpfarrerin im Rheinland, und ihrem Kollegen Udo Bußmann aus Westfalen.

Gut gelaunt und mit Schwung führten Heidi Kuhlmann und Mirko Plengemeyer, Absolventen des fünften Durchgangs, unter dem Motto „News4U – eine große Familie“ durch den Eröffnungs-Abend. Sie präsentierten zunächst Arbeitsproben aus ihrem Projekt aus dem Jahr 2008. In einer Handyreportage lernte das Publikum eine überaus sympathische Vogelfamilie kennen, nahm Anteil am Schicksal eines fallenden Blattes im Wind.

Der Referent des Interviewtrainings, Peter Rüben, outete sich als „drill instructor“ bei News4U. Das konnte aber nicht verhindern, dass ein Interview aufgrund unzureichender Recherche und nicht zu kontrollierender Lachanfälle der Beteiligten daneben ging.

Schusselige Reporterin funkt dazwischen

Auch das Moderatoren-Duo auf der Bühne hatte mit Störungen zu kämpfen, funkte ihnen doch die etwas schusselige Reporterin „Huppi“, Carina Huppertz, immer wieder dazwischen. Mit Riesen-Mikro inklusive imposantem Windfang befragte sie Beteiligte und Ehemalige des Projektes, das seit gut zehn Jahren stattfindet. Sie erfuhr, wie sich Lars Tutt als „Adoptivpapa“ des Projektes fühlt – sehr zufrieden.

Die beiden „Patentanten“ von News4U, Jutta Hölscher vom Amt für Jugendarbeit und Kerstin Loos von der Medienakademie, schwelgten in Erinnerungen und verlasen E-Mails von ehemaligen Absolventen aus Braunschweig, der Schweiz, Österreich, Israel und Neuseeland. Der westfälische Landesjugendpfarrer Udo Bußmann fand das Projekt so vielversprechend, dass er sich vor zwei Jahren entschloss, mitzumachen. Beim letzen Durchgang war Mirko noch der einzige Westfale, im neuen Projekt No. 6 sind es jetzt vier.

Für Simone Mechels ist News4U No. 6 das erste Projekt, das sie als neue rheinische Landesjugendpfarrerin begleitet. Sie ist gespannt auf die vielen „Edelsteinchen“, die sich in den Talenten der jungen Leute verbergen und schenkt den Mädchen und Jungen Edelsteine aus Idar-Oberstein. Dort findet im Juni das fünfte Jugendcamp der Evangelischen Jugend im Rheinland statt und dort werden die News4Uler ein Produktionstraining absolvieren.

Reporterin „Huppi“ entdeckte auch viele Ehemalige unter den Gästen, von denen einige im Journalismus Fuß gefasst haben, beispielswiese beim WDR und einem großen Düsseldorfer Verlag.

Die "Neuen" haben schon Medienerfahrungen

Dann waren endlich die Neuen dran und stellten sich mutig den Fragen von Heidi und Mirko: Alena und Aylin, Esther und Eva, Jan und Jennifer, Judith und Linda, Max und Miriam, Sylvia und Weena. Ihren ersten Bühnenauftritt bei News4U meistern sie mit Bravour und Witz. Jan demonstriert an Moderator Mirko seine Kampfsport-Kenntnisse, Sylvia berichtet von ihren Erfahrungen als Mobbing-Opfer vor einigen Jahren und wie sie daraus jetzt ein Buch gemacht hat. Linda war schon bei Radio einslive und Alena bei einem kanadischen Lokalsender.

Am Samstagmorgen ging es gleich los mit dem Interview-Training, Grundlage für alle weiteren Workshops in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und Online-Journalismus. Die neuen News4Uler lernten offene und geschlossene Fragen kennen und durften selber hinter die Kamera.

ekir.de/ Jutta Hölscher/afj / 10.02.2010