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Über den „Christenmenschen Raiffeisen“ tauschten sich (v.l.)  Präses Manfred Rekowski, Gemeindepfarrer Prof. Dr. Dr. Michael Klein und Journalist Manuel Andrack aus.

Über den „Christenmenschen Raiffeisen“ tauschten sich (v.l.) Präses Manfred Rekowski, Gemeindepfarrer Prof. Dr. Dr. Michael Klein und Journalist Manuel Andrack aus.

Raiffeisen-Gedenken

„Raiffeisen dachte nicht konfessionell“

Der Festgottesdienst zum Gedenken an Friedrich Wilhelm Raiffeisen in seinem Geburtsort Hamm/Sieg war auch eine Station der Raiffeisentour von Autor und Wanderfreund Manuel Andrack. Im Anschluss befragte er Präses Manfred Rekowski und Raiffeisen-Biograf Professor Dr. Dr. Michael Klein zu Raiffeisens christlichen Wurzeln.

Die mehrtägige Wanderung mit Manuel Andrack im Westerwald stand unter dem Motto „Bei Raiffeisen zu Hause“ und ist eine Etappe seiner Raiffeisentour 2018. Die Wanderung startete in Neuwied, führte über verschiedene Stationen im Westerwald, die an Raiffeisens genossenschaftliches Wirken erinnern, und endete schließlich in Hamm.

Nach dem Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche, in der Raiffeisen getauft und konfirmiert wurde, sprach Manuel Andrack mit Präses Manfred Rekowski und Raiffeisen-Biograph Gemeindepfarrer Professor Dr. Dr. Michael Klein über den „Christenmenschen Raiffeisen“. Ohne dessen christlichen Hintergrund sei das Lebenswerk von Raiffeisen nicht zu verstehen.

„Raiffeisen war ein christlicher Überzeugungstäter. Er hörte nicht nur auf Gottes Wort, er lebte es“, hob Präses Rekowski hervor: „Glaube muss Konsequenzen haben. Raiffeisen lebte auch das.“

Die Frage Andracks, ob Raiffeisens Wirken typisch “protestantisch“ gewesen und damit konfessionell angebunden sei, vermeinten beide. „Raiffeisen dachte nicht konfessionell Er sorgte sich um die Unterstützung aller“, erläuterte  Dr. Michael Klein. Raiffeisen habe in den Notzeiten auch stets alle Pfarrer der Region – gleich ob evangelisch oder katholisch – angefragt und eingebunden. „Es gelang ihm ausgezeichnet!“

Raiffeisens christliche Wurzeln sieht Klein sowohl durch dessen fromme Mutter wie auch durch dessen Patenonkel gelegt, der damals Gemeindepfarrer in Hamm war.

ekir.de / Text und Foto: Petra Stroh / 18.03.2018


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