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Seenotrettung

Rettungsschiff Sea-Watch 4 ist im August einsatzbereit

Das von der evangelischen Kirche mitinitiierte Rettungsschiff Sea-Watch 4 soll voraussichtlich im August zu seinem ersten Einsatz im Mittelmeer auslaufen.

Das Schiff werde von einem breiten Bündnis getragen, in dem alle durch eine Überzeugung verbunden seien: „Man lässt keine Menschen ertrinken“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Es machen sich unvermindert Schlauchboote auf den Weg - entsprechend werden laufend Seenotfälle gemeldet, und es gibt Berichte über Bootsunglücke.“

Solange es die dringend erforderliche staatliche Seenotrettung weiterhin nicht gebe, „werden wir in der Unterstützung der privaten Seenotrettungsorganisationen nicht nachlassen“, kündigte der bayerische Landesbischof an. Die Corona-Pandemie habe den Blick der Öffentlichkeit auf andere Fragen gelenkt. Deshalb sei es umso wichtiger, „dass wir nicht wegsehen, wenn Menschen ertrinken“.

Das ehemalige Forschungsschiff war am 20. Februar in Kiel getauft worden. Finanziert wurde es vom Bündnis „United4Rescue“, das maßgeblich von der EKD mitinitiiert wurde. Sie hatte zu Spenden für das Schiff aufgerufen. Nach den ursprünglichen Plänen sollte das Schiff schon zu Ostern in See stechen. Das Vorhaben verzögerte sich wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.



 

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ekir.de / epd / 07.07.2020


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