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Frauen und Männer

Von der "Unvollendeten" zu neuen Perspektiven

Welch ein anregender Titel: "Die Unvollendete" hieß die Tagung  zum Thema Gerechtigkeit für Männer und Frauen in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Dabei wurde sowohl Bilanz gezogen als auch an Perspektiven gearbeitet.

Blick ins Plenum bei der

Blick ins Plenum bei der "Unvollendeten", der Tagung zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in der rheinischen Kirche.

Einige der Referentinnen und Referenten bezogen sich auf die berühmteste "Unvollendete", die unvollendete Symphonie von Franz Schubert aus dem Jahr 1822. Und kamen von dort aus auf unvollendete Aufgaben im Miteinander von Frauen und Männern in der Kirche zu sprechen "Auch wenn wir dankbar zurückschauen auf das, was in den letzten 20 Jahren gelungen ist", wie Superintendent Eckart Wüster in der Andacht sagte, ist doch auch das Miteinander noch allzu oft "gestört".

"Aus kirchenleitender Sicht gibt es die Notwendigkeit, den Weg zur Geschlechtergerechtigkeit weiter zu gehen und der Rücknahme von Errungenschaften zu wehren", erklärte Vizepräses Petra Bosse-Huber in ihrem Grußwort.

Rückblick und Impulse

Eine Zusammenfassung rheinischer Synodenbeschlüsse lieferte Karlheinz Potthoff, Pfarrer i.R. und Mitglied des Beirats des Frauenreferats. Impulsreferate hielten Angelika Weigt-Blätgen (Evangelische Frauen in Deutschland) und Heinz-Georg Ackermeier (EKD-Männerarbeit).

In vier Workshops befassten sich die rund hundert Teilnehmenden mit Detailfragen. Diese Arbeit floss in den Entwurf einer Schlusserklärung ein. Diese Erklärung könnte über die kirchlichen Gremien an die Landessynode 2011 gehen.

Die Geschlechtergerechtigkeit - ein frommer, chancenloser Wunsch? Zwei Musiker begleiteten die Tagung und brachten die Teilnehmenden zum Mitsingen: "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen!"

ekir.de / neu / 27.04.2010