Logo EKiR

NRW-Landtagswahl

Damit das Gemeinwesen funktioniert: "Wählen gehen!"

„Ich rufe ganz dringend zur Wahlbeteiligung auf“, sagt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Nikolaus Schneider, vor der NRW-Landtagswahl am Sonntag.

Präses Nikolaus Schneider

„Ich hoffe, dass sich ganz viele Menschen bewegen lassen, zur Wahl zu gehen.“ Der von der Wahlforschung prognostizierte knappe Wahlausgang zeige besonders deutlich, dass man mit seiner Stimme wirklich etwas bewegen könne.

 

Präses Nikolaus Schneider zur NRW-Landtagswahl

Installieren Sie bitte das Flash-Plugin um dieses Video zu sehen.
 

Diesen Wahlaufruf startet der Präses auch vor dem Hintergrund sinkender Wahlbeteiligungen. Ihm ist bewusst, dass „viele Menschen unser Gemeinwesen so erleben, dass es sie ausschließt“. Da erscheine „egal“, was man wählt. Zu Politikerverdrossenheit haben Schneider zufolge auch die verschiedenen „Skandale und Skandälchen“ beigetragen, die den Eindruck erwecken, dass „Politiker in erster Linie an sich selbst und nicht ans Gemeinwesen denken“.

Demokratie erfordere Beteiligung, auch aus theologischen Gründen: „Wir sagen: Gott hat uns als sein Gegenüber geschaffen, als Menschen, die verantwortlich mit dem Leben umgehen. Und dieser verantwortliche Umgang ist nicht nur etwas Individuelles, sondern auch etwas Gemeinschaftliches. Und Gemeinschaft heißt: Politisches“, so der Präses im ekir.de-Interview. „Wir haben dafür Sorge zu tragen, dass das Gemeinwesen funktioniert.“

Persönlich hat der Präses „noch keine Wahl ausgelassen“, erzählt er, aus zwei Gründen: eine Art staatsbürgerliche Pflicht und „politische Leidenschaft“.

ekir.de / neu / 05.05.2010