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Rheinische Landessynode beschließt Handreichung

Inklusion im Konfirmandenunterricht als Chance für alle Jugendlichen

Pressemitteilung Nr. 19/2011

Partizipation, Inklusion und Kooperation mit Schulen stehen im Mittelpunkt der Handreichung zur Konfirmandenarbeit, die die Landessynode mit großer Mehrheit beschlossen hat. In der Handreichung wird unter dem Stichwort Partizipation betont, dass Konfirmandinnen und Konfirmanden als gleichberechtigte und kompetente Partnerinnen und Partner wahrgenommen werden sollen. „Partizipative Konfirmandenarbeit bedeutet: Jugendliche lernen in der Gemeinde. Andererseits lernt aber auch die Gemeinde mit den Jugendlichen“, heißt es dazu in der Handreichung. Religiöse Bildung und Traditionsvermittlung werden als wechselseitiger Prozess verstanden.

Gleichzeitig soll die Vielfalt innerhalb der „Konfi-Gruppe“ als Gewinn und Chance für ganzheitliches Lernen verstanden werden. Im kirchlichen Unterricht begegnen sich Jugendliche, die in der Schule nicht aufeinander treffen, vom Förderschüler bis zur Gymnasiastin. Es soll allen Jugendlichen ermöglicht werden, sich mit Gleichaltrigen auf die Konfirmation vorzubereiten. „Inklusion heißt auch, räumliche und sprachliche Barrieren für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler von Förderschulen in der Konfirmandenarbeit abzubauen“, so die Handreichung. Inklusion schließe wirklich alle Jugendlichen ein, wurde während der Debatte betont.

Damit für die Jugendlichen die Konfirmation nicht das Ende ihrer „aktiven Kirchlichkeit“ bedeute, wie es die Ergebnisse einer EKD-Studie zeigen, müsse die Zusammenarbeit zwischen Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit verstärkt werden. Konfirmandenarbeit solle Bezug nehmen auf die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und ihren Umgang mit neuen Medien. Daneben könnten Konfirmandinnen und Konfirmanden verstärkt an der Planung und Durchführung von Gottesdiensten beteiligt werden.

Um der Veränderung hin zur Ganztagsschule Rechnung zu tragen, soll der kirchliche Unterricht an den mit den Bundesländern vereinbarten schulfreien Nachmittagen mit Jugendlichen der siebten und achten Klasse stattfinden.

Mehr als 90 Prozent aller evangelischen Jugendlichen eines Jahrgangs lassen sich konfirmieren, etwa 250.000 Jugendliche besuchen jährlich den kirchlichen Unterricht. So lautet das Ergebnis einer Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die der Anlass zur Handreichung war.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 20.01.2011


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