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Landessynode 2018

Von reinen Herzen und Finanzen

Um Ökumene und Finanzen ging es bei der zweiten Pressekonferenz zur Landessynode 2018. Ökumenische Gäste aus Asien und Afrika erzählten wie Dialog zwischen den Religionen gelingen kann. Oberkirchenrat Bernd Baucks fasste die wichtigsten Punkte zum Finanzbericht zusammen.

Der Dialog über religiöse Grenzen hinweg ist nicht einfach, aber lohnt sich. Das ist eine Erfahrung, die Pastor Suko Tiyarno von der Christlichen Kirche von Ost-Java (GKJW) bestätigen kann. Der Dialog mit den Muslimen in seinem Land habe sich seit den Neunzigerjahren gebessert, weil er kontinuierlich geführt wurde, sagte Tiyarno bei der zweiten Pressekonferenz zur Landessynode 2018 in Bad Neuenahr. „Dialog muss auch informell und mehr als einmal im Jahr stattfinden“, sagte der Geistliche. Um geschwisterliche Beziehungen zwischen den Religionen aufzubauen, sei die Grundlage für den Dialog ein „reines Herz“ und das Ziel „gegenseitiges Verständnis“.

Auch Bischof Dr. Alex Gehaz Malasusa von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) findet, dass Dialog im Alltag stattfinden muss. Seiner Erfahrung nach respektieren Muslime Christinnen und Christen, die sich in der Heiligen Schrift auskennen. Deshalb sei es wichtig, den christlichen Glauben auch öffentlich zu leben: „Christen müssen sich klar ausdrücken“, sagte Malasusa. Sie brauchen eine stabile Grundlage, was die Kenntnisse ihres Glaubens angeht, und müssen bereit sein, Fragen zu beantworten.

Ein neues Haushaltsbuch und ein ausgeglichener Haushalt

Klarheit in den Aussagen sei auch wichtig bei dem Thema Finanzen, leitete Oberkirchenrat Bernd Baucks, Leiter der Abteilung Finanzen im Landeskirchenamt,  seine Zusammenfassung zum Finanzbericht ein. Zunächst stellte er das neue Haushaltsbuch vor, das die rheinische Kirche als Lesehilfe mit vielen Beispielen herausgegeben hat: „Darin werden Finanzen mit Texten und Erläuterungen transparent und so dargestellt, dass sie auch außerhalb der Synode nachvollziehbar sind“, so Baucks.

Für 2018 könne der Synode wieder ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden: Dem Haushaltansatz 2018 liegt eine Schätzung des Kirchensteuerverteilbetrages von 725 Millionen Euro zugrunde, sagte Oberkirchenrat Baucks.  Die rheinische Kirche habe den Ansatz  mit einem Puffer bei 715 Millionen Euro festgesetzt. Baucks rechnet kurzfristig für die nächsten Jahre weiter mit einem tendenziell steigenden Kirchensteueraufkommen.  „Perspektivisch wird es aber nicht mehr, sondern weniger werden. Und darauf müssen wir uns einstellen“, erklärte er. „Aber wir stehen auf einer stabilen Basis.“

 

ekir.de / cs, Fotos: Hans-Jürgen Vollrath, Video: Marcel Kuß / 09.01.2018


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