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Aktionen vor Ort reichen nicht aus

Kindergrundsicherung wird als Instrument zur Bekämpfung von Kinderarmut geprüft

Pressemitteilung Nr. 35/2010

Um die Not von Kindern zu bekämpfen und den Familien gerechter zu werden, beauftragt die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland die Kirchenleitung zu prüfen, inwieweit die Einführung einer eigenständigen Kindergrundsicherung, die sich am gegenwärtigen kindlichen Existenzminimum zuzüglich eines Freibetrages für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung orientiert, ein geeignetes Instrument zur Bekämpfung von Kinderarmut wäre. Die Landessynode setzt sich darüber hinaus dafür ein, Betreuungs- und Bildungsangebote für alle Kinder weiter auszubauen und zu verbessern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Landessynode festgestellt, dass die Armutsbekämpfung bei Kindern von besonderer Dringlichkeit ist. Formuliert wurden Aktionsvorschläge, die vor Ort umgesetzt werden können, z.B. Fastenzeiten für Themenwochen mit gesunder Ernährung und Bewegung („Der Apfel macht’s“) oder „Urlaub ohne Koffer“ für Kinder, deren Familien kein Geld haben, um in die Ferien zu fahren. Mit dem Slogan „Chancenreich – Gemeinsam aktiv gegen Kinderarmut“ läuft seitdem ein Aktionsprogramm der Evangelischen Kirche im Rheinland mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und in Kooperation mit weiteren Trägern.

Es ging jedoch auch um Forderungen, die vornehmlich die kommunal- und landespolitische Ebene betreffen wie z.B. den Ausbau des Kindergeldes zu einer Kindergrundsicherung.

Die von der Landessynode 2009 beschlossenen Aktionsvorschläge stehen im Internet zum Download bereit unter www.ekir.de/ekir/559_53915.php

Nähere Informationen zu den Aktionen sind abrufbar unter
www.diakonie-rwl/chancenreich.de.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 04.02.2010


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