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Arbeitsfelder

Weltanschauungsfragen

Extremistische und fanatische Überzeugungen sowie Verschwörungstheorien sind typische Themen in der kirchlichen Weltanschauungsarbeit. Eine andere Aufgabe: Ausgestiegene oder ausgeschlossene Mitglieder von konfliktträchtigen religiösen oder weltanschaulichen Gemeinschaften beraten und begleiten, eventuell auch langfristig.

Ansprechstelle dafür ist das Landespfarramt für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Neue Themen in der Weltanschauungsarbeit sind u.a. Cyborgs und beispielsweise Anhänger des so genannten Transhumanismus. Sie werfen jenseits ihrer manchmal befremdlichen, exotischen Erscheinung ernste ethische, anthropologische und theologische Fragen auf.

Die Weltanschauungsarbeit der Kirchen ist im Wandel begriffen. Es geht viel weniger als früher um feste Gruppen und Organisationen, die klar beschreib- und abgrenzbar sind. 

Beratung ist der traditionelle Schwerpunkt des Landespfarramts für Weltanschauungsfragen. Hier spiegeln sich die wachsenden individuellen religiösen Suchbewegungen von Menschen. Oftmals genügen kirchliche Angebote nicht (mehr), um solchen Suchbewegungen zu entsprechen.

Neben Einzelberatungen bietet das Landespfarramt für Weltanschauungsfragen Gemeinden, Organisationen, Unternehmen, staatlichen und anderen Institutionen Beratungen zu Fragen mit weltanschaulichem oder religiösem Hintergrund an. Genauso gehören Vorträge und Seminare in Gemeinden, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zum Angebot.

Das Landespfarramt für Weltanschauungsfragen bezieht Stellung in gemeindlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit weltanschaulichem Hintergrund. Eine weitere, zentrale Aufgabe der Stelle ist der Dialog mit Vertretern verschiedener religiöser und weltanschaulicher Richtungen.

Seriöse Kirchen und religiöse Gemeinschaften sehen sich zunehmend einer Konkurrenz von „heiligen“ Seelenführern, fragwürdigen Therapeuten, selbst ernannten Avataren oder überzogenen weltanschaulich-ideologischen Versprechen ausgesetzt. Die Frage nach dem Sinn des Lebens muss dabei schnell und praktikabel beantwortet werden können. Sie wird mehr und mehr auf eine technisch handhabbare Frage reduziert, in der der Mensch immer Herr seiner Lage bleiben muss. Obwohl das Scheitern solcher Angebote vorprogrammiert ist, scheint ihre Attraktivität ungebrochen. Vor diesem Hintergrund geschieht die Weltanschauungsarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Das Landespfarramt für Weltanschauungsfragen stellt Informationen über Sondergruppen, sogenannte Sekten, esoterische Strömungen, Weltanschauungen und Religionen bereit. Es bietet Beratung und Seelsorge in individuellen, familiären, gemeindlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit weltanschaulichem Hintergrund, vermittelt bei Bedarf juristische Hilfe und / oder an psychologische Beratungsstellen.

Zu den weiteren Aufgaben des Referats gehört der Dialog mit Vertretern verschiedener religiöser und weltanschaulicher Richtungen, die kritische Auseinandersetzung mit destruktiven Praktiken einzelner Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie die Mitwirkung bei Gottesdiensten, Vorträgen und Seminaren in Gemeinden, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.

21.12.2009


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