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Diakonie-Pfarrerin Grit de Boers bei ihrer Wortmeldung auf der Landessynode.

Diakonie-Pfarrerin Grit de Boer bei ihrer Wortmeldung auf der Landessynode

Landessynode 2017

Unterwegs „auf der dunklen Seite des Lebens“

„Wir müssen nicht immer die Macher sein“, sagte Diakoniepfarrerin Grit de Boer, in einer sogenannten Wortmeldung vor der Landessynode. Für die Pfarrerin gehört diese Erkenntnis zu den Dingen im Leben, die auch bei persönliche Lebensfragen und Krisen tragen.

„In meinem bisherigen Berufsleben habe in an den Grenzen des Lebens gearbeitet“, berichtete die Theologin. Zunächst war sie als Krankenhausseelsorgerin in der Onkologie und der Palliativstation tätig.

Dann begegnete sie in der Bonner Bahnhofsmission Männern und Frauen, die am sozialen Rand der Gesellschaft leben: Drogenabhängigen, Armen, Obdachlosen und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Jetzt ist sie Diakoniepfarrerin in Bonn. Die Themen seien zwar unterschiedlich, nicht aber die menschliche Not, betonte sie.

Nach den Erfahrungen von Pfarrerin de Boer können alle immer mal wieder unterwegs sein „auf der dunklen Seite des Lebens“. Vier Dinge helfen ihr dabei dies zu ertragen:

Grit de Boer: „Das sind vier Gründe, vier reformatorische Gründe, warum Hüschs Psalm ‚Ich bin vergnügt, erlöst, befreit‘ seit Jahren mein Begleiter ist.“

Wortmeldungen sind ein Format der Landessynode: Plenarsitzungen werden für kurze persönliche Statements unterbrochen. In diesem Jahr beschäftigen sich die Wortmeldungen mit den vier Soli, die Martin Luther als Grundlagen des Glaubens erkannt hat: Jesus Christus, Gnade, Glaube und Bibel (solus Christus, sola gratia, sola fide und sola scriptura). 

ekir.de / rtm, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 11.01.2017