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Start der Initiative "Ort der Hoffnung"

"Der Friedhof ist ein Ort für die Lebenden"

Christliche Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer um die Verstorbenen. Sie sind auch Orte der Hoffnung, denn Christinnen und Christen glauben an die Auferstehung und das ewige Leben. So sagt es zum Beispiel Aylin Jasiczek aus Niederberg: "Der evangelische Friedhof ist ein Ort der Hoffnung, wo ich gerne hingehe."

Friedhöfe sind Orte der Hoffnung. Dieses Grundprinzip soll wieder deutlicher zum Ausdruck kommen: „Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ heißt eine neue Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche. Start ist am Ewigkeitssonntag, 25. November.

Für Präses Manfred Rekowski von der Evangelischen Kirche im Rheinland rückt die Initiative "Ort der Hoffnung" ins Bewusstsein, wofür evangelische Friedhöfe stehen: "Sie sind ein Ort gelebten Glaubens. Wie wir Friedhöfe gestalten, drückt aus, wie wir als Gemeinde mit dem Tod umgehen. Der Tod behält nicht das letzte Wort.“

Evangelische Friedhöfe als Orte der Hoffnung bieten eine besondere Friedhofsgestaltung an. Hier ist ein sorgfältiger Umgang mit Beerdigungen spürbar. Wenn Verstorbene keine Angehörigen haben, gehen Gemeindemitglieder zur Beerdigung. Viele Friedhöfe haben ein Grabfeld für „Sternenkinder“ für Bestattungen nach Tot- oder Fehlgeburten.

Niemand ist ohne Name

Am „Ort der Hoffnung“ gibt es keine anonymen Grabstätten. Dahinter steht der christliche Gedanke, dass niemand ohne Namen ist. Zu jedem Menschen gehören Erinnerungen, Würde, Identität und Einzigartigkeit. Außerdem ist so sichergestellt, dass Hinterbliebene einen Ort für Schmerz und Trauer haben.

Die Trauernden bzw. die Besucherinnen und Besucher finden Friedhofskapellen vor, an denen sie Ruhe und Besinnung finden können. Stelen mit Bibelversen auf den Gehwegen regen zum Nachdenken an. Ein eigenes Logo auf Schildern, in Schaukästen, auf Briefpapier oder Postkarten führen ihnen vor Augen: Dies ist ein „Ort der Hoffnung“.

Ganz anders als alle anderen Orte

Auf dem Friedhof "kann ich meine Lieben besuchen", sagt Aylin Jasiczek auch. Die Lövenicher Pfarrerin Friederike Lambrich sagt: "Der Friedhof ist ein ganz besonderer Ort. Er ist ganz anders als alle anderen Orte."

Hier werde deutlich, "woran ich glaube: Der Tod sei nicht das Ende". Deshalb, erklärt die Theologin: "Der Friedhof ist ein Ort für die Lebenden."

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ekir.de / rpr, neu / 23.11.2018



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