Europa

Bis hin zur Skandalisierung von Armut

Erstmals trägt ein Buch die kirchlichen und diakonischen Aktivitäten gegen Armut auf europäischer Ebene zusammen. Porträtiert werden die Aktivitäten in 17 europäischen Staaten. Rainer Volz stellt das Buch am 21. Juni in Brüssel vor.

Mitherausgeber Volz, heute Leiter der Männerarbeit im Rheinland, arbeitete zuvor beim Sozialwissenschaftlichen Institut (SWI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bochum. Der Titel des Buchs lautet sinngemäß Kirchen in Europa begegnen der Armut. Soziales Handeln gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.

Volz: "Man sieht, wie breit die Spannweite der kirchlichen und diakonischen Aktivitäten ist." Das reiche von Hilfe für die Menschen, die durch die Maschen gerutscht sind, bis hin zum gesellschaftspolitischen Einsatz gegen die Armut.

In Deutschland sei die Diakonie Teil des Wohfahrtstaates und versuche zugleich, eine kritische Rolle einzunehmen. In den Niederlanden dagegen gebe es großes Netzwerk unterschiedlicher Gruppen. Dort gelinge es auch, die wachsende Armut zu "skandalisieren", öffentlich anzuprangern.

Aus Sicht von Volz schneidet die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) im Vergleich gut ab. "Sie ist die einzige Landeskirche in der EKD, die so lange und konsequent an dem Thema dran ist."

Das Buch mache bekannt, was passiert. Außerdem könnten sich die kirchlichen und diakonischen Einrichtungen in Europa dadurch untereinander besser kennenlernen. Und diese Möglichkeit zur Vernetzung sei letztlich auch ein Beitrag dazu, Europa sozialer und basisnäher zu machen, so Volz.

European Churches Confronting Poverty. Social Action Against Social Exclusion. Herman Noordegraaf, Rainer Volz, SWI-Verlag, Bochum, 22,50 Euro

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 20. Juni 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 20. Juni 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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