2. Juli

„Nacht der Solidarität“ für HIV- und Aids-Patienten

Besondere Gottesdienste, Konzerte, die Aids-Schleife aus Kerzen in der Dämmerung: Diese Aktionen sind zur zweiten „Nacht der Solidarität“ am Samstag, 2. Juli geplant. Dazu ruft das „Aktionsbündnis gegen Aids“ auf.

Ungewöhnliches Trägermedium für eine Unterschriftenaktion: Die leere Medikamentenschachtel aus der Aktion „Pillen statt Profit: Aids-Behandlung für alle“. Ungewöhnliches Trägermedium für eine Unterschriftenaktion: Die leere Medikamentenschachtel aus der Aktion „Pillen statt Profit: Aids-Behandlung für alle“.

Beteiligen werden sich Aids-Hilfen und Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und kirchliche Organisationen an dieser zweiten „Nacht der Solidarität“. Zu den Trägern des Aktionsbündnisses gehören die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Vereinte Evangelische Mission (VEM) und beispielweise die Aktion "Brot für die Welt".

So soll bundesweit ein Zeichen für die 40 Millionen Menschen gesetzt werden, die weltweit mit HIV/Aids leben. Anlass der Nacht der Solidarität ist das Treffen der Regierungschefs der großen Industrienationen, der G8-Gipfel. Fünf Tage vor dem G8-Gipfel soll Bundeskanzler Gerhard Schröder den Auftrag bekommen, sich in Schottland für die Belange von HIV- und Aids-Betroffenen einzusetzen.

Medikamente immer noch zu teuer

Fortsetzen werden die Beteiligten die Mitmachaktion „Pillen statt Profit: Aids-Behandlung für alle“. Sie dreht sich um ein Pillenschachtel, die leer ist. Leer wie die Geldbeutel der Menschen mit HIV und Aids in den armen Ländern. Anlass für die Aktion, die sich an sechs Pharma-Unternehmen wendet, ist der Anteil von nur zwölf Prozent der Aids-Kranken, die eine Behandlung erhalten. Hauptursache dafür seien die hohen Preise der Medikamente, die die Unternehmen durch Patente schützen, so das Aktionsbündnis gegen Aids.

 

Die Pharma-Unternehmen dürften „Gewinne nicht über Menschleben stellen“, fordert Astrid Berner-Rodoreda, die Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen Aids. Mitmachen kann man bei der Aktion „Pillen statt Profit“ so: Auf der Schachtel seinen Namen eintragen, unterschreiben und an das Aktionsbündnis gegen Aids schicken. Das plant, alle Schachteln den Unternehmen öffentlichkeitswirksam zu übergeben.

 

Aktionen im Rheinland

 

Im Gebiet der rheinischen Kirche sind für den 2. Juli zur „Nacht der Solidarität“ Aktionen in Aachen, Koblenz, Köln, Leverkusen und Wuppertal geplant.

 

In Aachen beginnt ein ökumenischer Gottesdienst um 20 Uhr in der Citykirche St. Nikolaus. Dort gibt es außerdem eine Info-Ausstellung zum Thema HIV  und Aids. Vorgeführt werden später Kurzfilme zu HIV und Aids. Außerdem steht afrikanische Musik auf dem Programm.

 

In Koblenz sind für den ganzen Abend – von 19 bis 1 Uhr – Aktionen auf dem Münzplatz geplant. Es wird Infostände geben. Ab 20 Uhr startet der „Solidaritätsmarsch“ . Ab 21 Uhr soll vor der Liebfrauenkirche die Lichterschleife gebildet werden.

 

In Köln wird es am Heumarkt ab 21.45 Uhr „Kerzenlichter gegen das Vergessen“ geben.

 

In Leverkusen soll beim Eine-Welt-Tag der Kirchen am 7. Juli im Kirchenpavillon auf der Landesgartenschau unter anderem Programm zum Thema Aids angeboten werden. Von 17.30 bis 18.30 Uhr wird es an diesem Tag Informationen geben, unter anderem zur Medikamentenschachtel-Aktion. Außerdem singt der Chor Makwaya kirchliche Lieder aus Ghana.

 

In Wuppertal laden der Arbeitskreis Kirche und Aids und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ein zu Aktionen beim Bürgerfest von Radio Wuppertal am 2. Juli. Am folgenden Sonntag, 3. Juli, 10.15 Uhr, gibt es einen besonders vorbereiteten Gottesdienst in der Alten Kirche, Wupperfeld, Bredde 69. Neben Informationen zum Thema HIV/Aids werden auch die Medikamentenschachteln vorgestellt. Die Predigt hält Pfarrer Dr. Eberhard Löschcke.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 23. Juni 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 24. Juni 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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