Tag der Einrichtungen

Nicht nur kleinsparen

Fundraising und die Prioritätendiskussion waren die beiden zentralen Themen beim Tag der Einrichtungen in Düsseldorf.

Die Linien des Kreuzes zusammenhalten: Vizepräses Petra Bosse-Huber mit dem Memory "kreuz und quer". LupeDie Linien des Kreuzes zusammenhalten: Vizepräses Petra Bosse-Huber mit dem Memory "kreuz und quer".

Fundraising ist wie Weinbau: Eine Rebe braucht drei Jahre, bis sie erste Früchte trägt, sagte Jutta Unruh von der rheinischen Polizei- und Notfallseelsorge bei ihrer Einführung ins Thema Fundraising.

Fundraising, die professionelle Mittelbeschaffung für Non-Profit-Organisationen, müsse auf Bedürfnisse der Spenderinnen und Spender eingehen, unterstrich Unruh weiter. Mittel gäben Menschen für konkrete Projekte. Die Taschen der Empfänger müssten gläsern sein. Und: "Dank ist immer ganz wichtig", so Unruh vor den Vertreterinnen und Vertretern von Aufgabenfeldern der Abteilung 2 im Düsseldorfer Landeskirchenamt.

 

 

Fundraising macht Fun: Jutta Unruh. Fundraising macht Fun: Jutta Unruh.

"In Fundraising steckt auch Fun." Die Mittelbeschaffung solle auch Spaß machen, so Unruh. Nur ein Beispiel aus den "wirklich sehr guten Erfahrungen" in ihrer Arbeit: Lutschpastillen, die die Polizeiseelsorge bei Castor-Transporten für die Beamten dabei habe.

Stifungsgründung, Sponsoringvertrag, Bußgeldmarketing. Es gebe "kein Patentrezept, aber viele erfolgreiche Wege", so Unruh weiter. Auf Seiten der Empfänger gehörten zu den Voraussetzungen: überzeugender Organisationszweck, öffentliches Ansehen und Profil und Budget für Fundraising.

Nachfragen zum Vortrag betrafen unter anderem die Frage, ob die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hauptamtliches Fundraising installieren sollte. Petra Bosse-Huber, Vizepräses und Leiterin der Abteilung 2, erklärte, dass diese Frage in die Strukturdiskussion in der EKiR gehöre.

 

 

Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsfelder und die Mitarbeitenden der Abteilung 2. Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsfelder und die Mitarbeitenden der Abteilung 2.

Und genau über diesen Strukturprozess informierte die Abteilungsleiterin die Runde am Nachmittag. "Es reicht nicht, uns kleinzusparen", sagte Bosse-Huber zum Sinn und Zweck des Diskussionprozesses. Diese Prioritätendiskussion hat die Landessynode im Januar auf den Weg gebracht. Ein Strukturausschuss arbeitet an einem Vorschlag, über den eine Sondersynode im Frühsommer 2006 entscheiden wird.

Es gehe darum, Sparen und die Gestaltung von Volkskirche zusammenzubringen. Die "große Chance" der Strukturreform sei es, sowohl finanziell als auch inhaltlich zu diskutieren, so Bosse-Huber. Vorschläge für Einsparmöglichkeiten in den Arbeitsfeldern der Abteilung 2 seien mit den Betroffenen beraten und dem Strukturausschuss vorgelegt worden. Öffentlich wolle sie diese Vorschläge aber noch nicht machen, so Bosse-Huber.

Mit Karten aus dem Memory-Spiel "kreuz und quer" in der Hand, erläuterte die Vizepräses, dass horizontale und vertikale Linien zusammengebracht werden müssten. Dass das Kreuz beides bedeutet: sowohl spiritueller Aufbruch als auch öffentliches Wirken. 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 1. Juni 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 1. Juni 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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