Mutter-Kind-Kur

„Nicht krank genug“

Irina Sitner ist die erste Begünstigte einer Mutter-Kind-Kur durch die Aktion Frauensolidarität. „Mein Kurantrag war vorher zweimal trotz ärztlicher Befürwortung von meiner Krankenkasse abgelehnt worden“, berichtet die Mutter eines Sohnes.

Ärztlich befürwortet: Irina Sitner. Ärztlich befürwortet: Irina Sitner.

Sie habe mit einer Kur Abstand von Stress und Beziehungsproblemen in der Familie gesucht. Probleme, die sich auch negativ auf ihr Kind ausgewirkt hätten. „Aber ich war der Krankenkasse nicht krank genug“, sagt Sitner. „Ich konnte ihr nicht klarmachen, dass mich der Stress krank macht.“

Die Rheinische Frauenhilfe nahm sich des Falls an, schickte Irina Sitner nebst Sohn auf eigene Kosten in die für sie wichtige Auszeit. Drei Wochen verbrachte Sitner im Schlossmacherheim auf der Nordseeinsel Spiekeroog. „Ich habe gelernt, anders mit meinen Problemen umzugehen. Und auch mein Kind geht jetzt mehr auf mich zu“, sagt die junge Frau.

„Gerade sozial schwache Frauen, die eine Auszeit anders nicht finanzieren können, resignieren, wenn ihr Antrag nicht bewilligt wird. Auf diesen Missstand wollen wir mit der Aktion aufmerksam machen“, erklärt Heidemarie Theis von der Frauenhilfe.

„Eine sehr schöne Sache“, so nennt Irina Sitner die Aktion Frauensolidarität, der sie ihre Kur verdankt. Ihr „fester Vorsatz“: den Sport auch zu Hause fortsetzen.

 

 

 

ham /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 3. Juni 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 3. Juni 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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