100 Jahre RVM

„Ideengeber und konstruktives Gegenüber“

Auf sein 100-jähriges Bestehen blickt der Rheinische Verband der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im evangelisch-kirchlichen Verwaltungsdienst (RVM) in diesem Jahr. Er war am 3. September 1905 gegründet worden.

Feierten in Kaiserswerth: Mitglieder des Rheinischen Verbands der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Feierten in Kaiserswerth: Mitglieder des Rheinischen Verbands der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Verband der Verwaltungsbeamten der Evangelischen Gemeinden“ – so hieß der Verband zunächst. Heute vertritt er die Interessen von rund 650 Verwaltungsfachkräften in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Insbesondere berät der RVM seine Mitglieder in Fragen des Dienst- und Arbeitsrechts, organisiert Fortbildungen und Rüstzeiten und gibt ein Mitteilungsblatt zu aktuellen Themen aus Recht und (kirchlicher) Verwaltung heraus.

Gefeiert wurde das Verbandsjubiläum schon jetzt. Beim Fest würdigte Vizepräses Petra Bosse-Huber die Verdienste des Verbandes und seiner Mitglieder. In ihrem Festvortrag sagte die Theologin, die in der Kirchenleitung der rheinischen Landeskirche für den Dienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig ist, dass ohne die Visionen und Mitarbeit der Verwaltungsfachkräfte „eine farbenprächtige missionarische Volkskirche gar nicht entstehen kann“.

Überhaupt sei Verwaltung keine neue Erfindung, sondern gehe auf biblische Wurzeln zurück: So habe schon der Apostel Paulus die Bedeutung ordnungsgemäßer Quittungen erkannt und wahrscheinlich auch Sekretariate mit Schreibaufgaben betraut.

„Unverzichtbar für das multiprofessionelle Profil“

Heute könnten viele Leitungsaufgaben erst recht nicht ohne die Kompetenz der Verwaltungskräfte bearbeitet werden. „Gut ausgebildete Mitarbeitende in der Verwaltung sind für das multiprofessionelle Profil unserer Kirche unverzichtbar“, betonte Bosse-Huber.

Dem RVM dankte sie für sein Engagement, das sich zuletzt insbesondere durch die konstruktive, gleichermaßen von Visionen und Sachverstand geprägte Mitarbeit an der Reform der Ausbildungs- und Prüfungsordnung gezeigt habe.

„Weil Dienstgemeinschaft nicht bloß Wunschvorstellung ist“

In der Festschrift, die anlässlich des Jubiläums erschienen ist, hebt auch Präses Nikolaus Schneider die „gute und dabei konstruktiv kritische Begleitung durch den Verband in allen Fragen“ hervor. Daran lasse sich erkennen, was es bedeute, wenn „Dienstgemeinschaft keine bloße Wunschvorstellung sein soll“.

Schneider ermuntert den Verband, bei den Strukturprozessen auf allen Ebenen der Landeskirche die „bewährte Rolle als Ideengeber und konstruktives Gegenüber kirchenleitender Gremien weiter zu spielen“. Die Bewältigung der Herausforderungen gelinge nur im gemeinsamen Miteinander.

„Starker Druck entstanden“

Auch die Vorsitzende des Verbandes, Christa Biermann, glaubt, dass der Verband vor großen Herausforderungen steht. „In den letzten Jahren ist nun ein starker Druck entstanden, die bestehenden Strukturen an die veränderten Einnahmesituationen anzupassen, um Kosten zu reduzieren.“

Leider seien an einigen Stellen auch betriebsbedingte Kündigungen zu erwarten, so Biermann. „Wir sind deshalb aufgerufen, Ideen zu entwickeln, wie unsere notwendigen Dienste zukünftig finanziert werden können.“

 

 

 

Foto: Jürgen Fröhlich /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 17. Juni 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 17. Juni 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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