Missionale

Hoffnung ist wie Vitamin C

Die mit rund 4500 Teilnehmenden größte evangelische Veranstaltung nach den Kirchentagen, das Missionale-Treffen in Köln, wird im nächsten Jahr umziehen. Aber nur „um die Ecke“, wie Pastor Lars Linder beim diesjährigen Treffen erläuterte.

Das Thema Hoffnung bewegte schon die musikalischen Darbietungen in der "Stunde der Besinnung" des Kölner Missionale-Treffens. Das Thema Hoffnung bewegte schon die musikalischen Darbietungen in der "Stunde der Besinnung" des Kölner Missionale-Treffens.

Linder, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Essen-Mitte, sagte, das Treffen am 1. April 2006 werde dann erstmals im Kongresscentrum Ost, also ein paar Hallen weiter auf der Kölner Messe, stattfinden.

 

 

Die "Mangelkrankheit Hoffnungslosigkeit" bekämpfen: Hans-Hermann Pompe hielt die Bibelarbeit. Die "Mangelkrankheit Hoffnungslosigkeit" bekämpfen: Hans-Hermann Pompe hielt die Bibelarbeit.

„Das Beste: Hoffen“ – unter diesem Motto stand das Christentreffen in diesem Jahr. In Halle 8 legte zu Beginn, in der „Stunde der Besinnung“, Hans-Hermann Pompe, der Leiter des Amts für Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), dar, „warum die Kirche Jesu Christi als GmbH (Gemeinschaft mit begründete Hoffnung) eine Zukunft hat“. Der Vorsitzende des Missionale-Trägerkreises beklagte allerdings zunächst einmal das Schwinden der Hoffnung.

Die Menschen reduzierten ihre Hoffnung auf ein kleines Leben, so Pompe. „Nur die Wenigsten haben noch eine Vision für eine lebenswerte Zukunft“. Das sei so ähnlich wie die Mangelkrankheit Skorbut, die Seefahrer erleiden, wenn sie zu wenig Vitamin C bekommen.

Medizin gegen Hoffnungslosigkeit

Pompe entwickelte drei Mittel gegen die Hoffnungslosigkeit, er nannte sie: das Seufzen der Schöpfung teilen, den Aufstand gegen die Trägheit wagen und die Ausdauer der Ungeduldigen. Aufgabe der Christinnen und Christen sei es, Seufzen, Klagen und Schmerzen zu teilen. Es gelte, an der Seite der Leidenden zu bleiben und die Schmerzen der Welt klagend und betend vor Gott zu bringen.

Gleichzeitig müssten die Menschen „Jesus in den Ohren liegen“ und anderen „immer wieder von Jesus erzählen, denn er ist unsere Hoffnung“. Weil sich Hoffnung – anders als Hoffnungslosigkeit – nicht von selbst verbreite, sei es wichtig, anderen Hoffnung zu geben.

 

 

Überleitung mit Luftballons: beim Jugendfestival folgte auf den "Opener-Gottesdienst" ein Programm mit Spiel und Workshops. Überleitung mit Luftballons: beim Jugendfestival folgte auf den "Opener-Gottesdienst" ein Programm mit Spiel und Workshops.

Neben der Bibelarbeit gehörte Singen zur „Stunde der Besinnung“. Der Chor „gospel generation“ unter Helmut Jost und Christine Rösch (Eisenach) sangen. Rockig klang es zeitgleich im „Opener-Gottesdienst“ beim Jugendfestival in Halle 5. Goofi hat schulterlanges Haar, Kinnbart und den Namen Gottfried Müller. „Das Beste, was du tun kannst“, sagt Goofi, „ist auf Jesus zu setzen“. Und auf Gott. Denn Gott ist „dein Anker, daran kannst du dich festhalten“.

Und während die Jugendlichen auseinander strömen zu Streetball, Einradfahren oder beispielsweise dem Workshop für Gruppenmitarbeiter, treffen sich die Erwachsenen in elf verschiedenen Seminaren. Männliche Spiritualität heißt zum Beispiel eines. Andere drehen sich um die Kunst der Ehe, die Entwicklung einer hoffnungsvollen Großstadt-Kirchengemeinde oder auch um gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit.

 

neu / 12.03.2005

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 10. März 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. März 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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