Jugendarbeit

Neugierige Fragen für höhere Reichweite

Noch bis Ostern werden zahlreiche Jugendliche im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wissenschaftlich befragt. Das Thema der Untersuchung: Realität und Reichweite evangelischer Jugendverbandsarbeit.

Wen und was bewegt Evangelische Jugendarbeit? Welchen Nutzen ziehen welche Kinder und Jugendliche aus den Angeboten? Wie gestalten sie die Angebote mit, und wie verändern sie diese? Das soll ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördertes großes Forschungsprojekt der Freien Universität Berlin zeigen. Die Leitung des Projekts liegt beim bekannten Jugendforscher Prof. Dr. Richard Münchmeyer. Er wird unterstützt u.a. von Arthur Fischer, der über viele Jahre für die Shell-Jugendstudien mit verantwortlich war.

Im Sommer 2004 wurden bereits bundesweit zwei repräsentative Untersuchungen durchgeführt. Die eine zur Reichweite: Wie viele junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren werden von evangelischer Jugendarbeit überhaupt erreicht? Die andere zum Nutzungsverhalten: Erfahrungen mit der Jugendarbeit ausschließlich aus der Sicht Jugendlicher. Die Ergebnisse werden zur Zeit ausgewertet.

Parallel zum Forschungs- wurde ein Praxisentwicklungsprojekt aufgelegt: Welche Konsequenzen kann man ziehen aus den Aussagen Jugendlicher für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit? Was sind erste praktische Schritte?

Rund 6500 Jugendliche werden befragt

In Rahmen dieses Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekts werden in den Wochen bis Ostern in rheinischer und westfälischer Jugendarbeit 6.500 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren gebeten, einen Fragebogen auszufüllen.

An diesem Projekt beteiligen sich das Jugendwerk an der Saar, die Evangelische Jugend Köln, der Kirchenkreis Gladbach–Neuss, der Kirchenkreis Duisburg, die Evangelische Jugend Essen, die Evangelische Schüler- und Schülerinnenarbeit im Rheinland und der CVJM Westbund sowie drei westfälische Kirchenkreise.

Professionelle Auswertung

Das hier erhobene Material wird von der Forschungsgruppe in Frankfurt und Berlin professionell ausgewertet. Eine von Landesjugendpfarrer Rüdiger Breer moderierte Arbeitsgruppe wird dann die Ergebnisse für die praktische Weiterentwicklung der Jugendarbeit am Ort aufarbeiten.

Zum Abschluss des Projekts sollen allen daran Interessierten übertragbare Module der Praxisentwicklung zur Verfügung gestellt werden. Die Erfahrungen werden schließlich auch Gegenstand eines Wirksamkeitsdialogs zwischen Evangelischer Jugend und den betreffenden Bundesländern.

 

 

 

afj /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. März 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. März 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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