EFWI

Christliches Menschenbild im pädagogischen Alltag

Das Evangelische Fort- und Weiterbildungsinstitut (EFWI) ist ein "erfolgreiches Unternehmen, in dem drei evangelische Kirchen konstruktiv und störungsfrei zusammen arbeiten", sagt Kirchenrat Eckhard Langner.

Die Veranstaltungen im EFWI sind meist ausgebucht, viele sogar überbucht. LupeDie Veranstaltungen im EFWI sind meist ausgebucht, viele sogar überbucht.

Seit drei Monaten ist er stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums des EFWI. "Ich halte es für außerordentlich bedeutsam, dass die evangelische Kirche im Bereich Schulentwicklung und Lehrerfortbildung ihre Bildungsmitverantwortung konkret wahrnimmt und sie mit eigenen Akzenten versieht", erklärt Langner. Bildung gehöre seit der Reformation untrennbar zum Grundverständnis der evangelischen Kirche. So sieht er "das Institut mit seiner Arbeit und seinem erkennbaren Profil als zeitgemäße Fortführung dieses reformatorischen Grundgedankens an".

 

 

Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums des EFWI: Kirchenrat Eckhard Langner LupeStellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums des EFWI: Kirchenrat Eckhard Langner

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau und die Evangelische Kirche der Pfalz hatten 1972 das EFWI in Landau (Rheinland-Pfalz) gegründet, nicht als ausschließlich religionspädagogisches, sondern als erziehungswissenschaftliches Institut. "Wir sind nicht nur im Bereich Religionspädagogik aktiv, sondern haben die gesamte Entwicklung des Schulwesens, seine innere und äußere Qualitätsentwicklung im Blick", so Langner.

Dabei verfolge das EFWI unterschiedliche Schwerpunkte. Da findet sich zum einen die Weiterbildung von evangelischen Lehrerinnen und Lehrern aus Rheinland-Pfalz im Fach Evangelische Religion. "Ohne diese Nachqualifizierung, die sich seit Jahren großen Zuspruchs erfreut, stünden wir teilweise ganz prekär da. Die Versorgung mit evangelischem Religionsunterricht in den Schulen wäre wesentlich schlechter", betont Langner.

 

 

Das EFWI in Landau (Rheinland-Pfalz) LupeDas EFWI in Landau (Rheinland-Pfalz)

Im Bereich der Unterrichtsentwicklung arbeiten die Experten am EFWI schon seit Jahren daran, die Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Auf der Basis des christlichen Menschenbildes ergeben sich hier verschiedene Aufgaben: So sollen unterschiedliche Begabungen und individueller Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen werden, die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung innerhalb einer Klasse gefördert sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen gestärkt werden.

"Das hat seit PISA natürlich eine zunehmende Bedeutung bekommen, aber die Dozenten des Instituts haben die Priorität eines Engagements für die Unterrichtsentwicklung bereits früher erkannt und kultiviert", erläutert Langner. Seit etwa einem Jahr engagiert sich das EFWI auch verstärkt im Bereich Förderschulen. Im vergangenen Jahr habe man erstmals ein zusätzliches Qualifikationsprogramm für Lehrende an Förderschulen angeboten.

 

Dass das EFWI erfolgreich arbeitet, ist für Langner keine Frage. "Die Zahlen und vor allem die positiven Evaluationsergebnisse sprechen für sich." Im vergangenen Jahr haben an fast 350 Veranstaltungen rund 4900 Personen teilgenommen. Dabei sind laut dem Direktor des EFWI, Dr. Günter Geisthardt, die meisten Veranstaltungen ausgebucht, viele sogar überbucht. "Wir können mit der Grundüberzeugung unseres christlichen Menschenbildes in anderer Weise als staatliche Institute innovativ den Herausforderungen des pädagogischen Alltags begegnen", erklärt er den Erfolg.

 

pas / 18.06.2008

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 17. Juni 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 22. Juli 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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