Rheinland-Pfalz

Berufsperspektive für theologischen Nachwuchs

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt das Projekt "Weiter studieren für den Schuldienst". Vier Theologinnen und Theologen beginnen ein Studium in einem zweiten Fach, das an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz unterrichtet wird.

In Rheinland-Pfalz fehlen Religionslehrerinnen und -lehrer. LupeIn Rheinland-Pfalz fehlen Religionslehrerinnen und -lehrer.

Dort gibt es einerseits einen Mangel an Religionslehrerinnen und -lehrern gemeinsam mit einem Bedarf an Lehrerinnen und -lehrern in sogenannten Zweitfächern. Das sind beispielsweise Musik oder Deutsch. Auf der anderen Seite steht ein "Überschuss an qualifizierten Theologinnen und Theologen", erklärt Kirchenrat Rainer Pauschert. Dem Mangel abzuhelfen und gleichzeitig Theologinnen und Theologen zu helfen, die zwar ihre pfarramtliche Befähigung haben, aber aufgrund der Stellensituation keine Pfarrstelle bekommen, ist der Hintergrund des Projektes.

 

 

Richtig gute Leute: Kirchenrat Rainer Pauschert. LupeRichtig gute Leute: Kirchenrat Rainer Pauschert.

Unter den insgesamt sechs Bewerberinnen und Bewerbern waren aber auch einige, die eine pfarramtliche Befähigung und eine Stelle haben. "Das hat uns hier im Haus überrascht", gibt Pauschert zu. Die ausgewählten Theologinnen und Theologen studieren nun zwei Jahre. Während dieser Zeit sind sie befristet beim Land Rheinland-Pfalz beschäftigt. Zur Hälfte unterrichten sie Religion, in der anderen Hälfte studieren sie. Nach erfolgreicher Prüfung ist ein Referendariat und zu guter Letzt eine feste Übernahme in den Schuldienst vorgesehen.

 

 

Pauschert ist es vor allem wichtig zu betonen, "dass das alles Menschen sind, die gut sind. Richtig gute Leute, die einfach nur aufgrund unserer Stellensituation zurzeit keine Anstellung erhalten".

"Für den Schuldienst brauchen wir bald wieder Leute." Bis dahin wird "Weiter studieren für den Schuldienst" wohl fortgesetzt. "Jetzt fangen wir erst einmal an. Aber es ist schon angedacht, in einem halben Jahr oder in einem Jahr eine weitere Ausbildungsrunde einzuläuten", so Pauschert.

 

pas / 16.06.2008

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 13. Juni 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 26. Juni 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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