Landeskirchenamt

Sonnenkraftwerk auf dem Dach

"Was macht man nicht alles für die Zukunft", seufzte Vizepräsident Christian Drägert. Aber nur im Scherz, denn er meinte damit nur den Fototermin auf dem Dach des Düsseldorfer Landeskirchenamts. Dort läuft nun eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.

Solaranlage auf dem Flachdach des Landeskirchenamts: Präses Nikolaus Schneider, Vizepräsident Christian Drägert und Verwaltungsdirektor Rüdiger Rentzsch (v.l.). LupeSolaranlage auf dem Flachdach des Landeskirchenamts: Präses Nikolaus Schneider, Vizepräsident Christian Drägert und Verwaltungsdirektor Rüdiger Rentzsch (v.l.).

"Solche Anlagen dienten in der Vergangenheit eher der Stärkung des Bewusstseins", erinnerte Präses Nikolaus Schneider bei der Feier zur Inbetriebnahme der Solaranlage. Dass sie sich bald auch wirtschaftlich rechnet, sei die Hoffnung. Weiter betonte der Präses, dass die Anlage ein Beispiel dafür ist, dass die rheinische Kirche nicht nur redet, sondern auch handelt, also im Beispiel: wirklich selbst auch Ressourcen schont. "Und wir hoffen, auch anderen Mut zu machen, solche Wege zu beschreiten."

Mit der Anlage, die im Jahr rund 32.000 Kilowattstunden umweltfreundlich erzeugten Strom liefern soll, wird jährlich der Ausstoß von rund 25 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden. Die Photovoltaikanlage, in die die Landeskirche rund 200.000 Euro investiert hat, besteht aus 188 einzelnen Modulen, die pro Jahr umgerechnet Strom für acht bis zehn Einfamilienhäusern liefern sollen. Der so erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Bewahrung der Schöpfung

„Nachdem wir unser Gebäude und die Gebäudetechnik bereits vor geraumer Zeit durch externe Beratung auf Optimierungspotenziale hinsichtlich des Energieverbrauchs haben untersuchen lassen und auch entsprechenden Vorschlägen gefolgt sind, ist die Photovoltaikanlage ein weiteres sichtbares Zeichen unseres Engagements zur Bewahrung der Schöpfung“, so der Leiter des Landeskirchenamts, Vizepräsident Christian Drägert.

Zusätzlich, so der leitende Jurist der rheinischen Kirche, werde das Amt nach Auslaufen des bisherigen Stromliefervertrags nur noch Strom beziehen, der aus regenerativen Quellen erzeugt wird. „Daneben bleiben wir alle aufgefordert, auf energiesparendes Verhalten zu achten.“

Zahlreiche Gemeinden haben Photovoltaikanlagen

Die Anlage auf dem Landeskirchenamt ist nur ein kirchlicher Baustein im Klimaschutz. Dazu einige Beispiele: Allein in Wuppertal gibt es auf 15 Dächern von Kirchen und Gemeindehäusern Photovoltaikanlagen, im Kirchenkreis Oberhausen sind es drei, im Kirchenkreis Simmern-Trarbach fünf, in Koblenz drei. Im Kirchenkreis Aachen betreibt die Kirche selbst drei Photovoltaikanlagen und eine Thermosolaranlage zur Erzeugung von heißem Wasser. Eine Kirchengemeinde hat dort ihr Kirchendach für den (Fremd-)Betrieb einer Solaranlage zur Verfügung gestellt.

Auch beim Bezug von umweltfreundlich erzeugtem Strom setzen viele rheinische Gemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken Zeichen: So nutzt der Kirchenkreis Altenkirchen mit seinen 16 Kirchengemeinden ausschließlich so genannten Öko-Strom Ähnliches gilt für weitere Kirchenkreise wie zum Beispiel Jülich.

 

 

 

neu/jpi, ekir.de-Foto Sergej Lepke /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 13. Juni 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 13. Juni 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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