UEK

Vollkonferenz beschließt weitere Amtsperiode

Die Union Evangelischer Kirchen in der EKD, die UEK, wird weitere sechs Jahre bestehen. Das beschloss die Vollkonferenz der UEK bei ihrer Tagung in Wuppertal. Zu den Mitgliedern der UEK gehört die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR).

Blick auf die UEK-Vollkonferenz in der Gemarker Kirche. LupeBlick auf die UEK-Vollkonferenz in der Gemarker Kirche.

 

Mut und Biss: Präses Nikolaus Schneider. LupeMut und Biss: Präses Nikolaus Schneider.

Die UEK müsse einen profilierten Beitrag zur Trennschärfe wie zur verbindlichen Gemeinschaft im aktuellen Bekennen und Leben der EKD liefern. Das forderte Präses Nikolaus Schneider beim Empfang der UEK-Vollkonferenz in der Gemarker Kirche in Wuppertal. Außerdem solle die UEK „im Geiste der Barmer Theologischen Erklärung bekennende Kirche in der Gestalt von Volkskirche sein“, so der rheinische Präses weiter. Und: Die Kirche Jesu Christi brauche theologischen Biss und Mut zum Bekenntnis.

 

 

Die UEK-Vollkonferenz bei ihrer Sitzung im Theologischen Zentrum Wuppertal. LupeDie UEK-Vollkonferenz bei ihrer Sitzung im Theologischen Zentrum Wuppertal.

"Die Vollkonferenz stellt fest, dass die Verbindlichkeit des gemeinsamen Lebens und Handelns innerhalb der EKD noch nicht so weit verwirklicht ist, dass das Fortbestehen der UEK entbehrlich ist", heißt es wörtlich in dem Beschluss. Nach sechsjährigem Bestehen habe die UEK zwar eine ganze Reihe ihrer Arbeitsfelder bereits in die Zuständigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) übertragen, heißt es in der Begründung des Beschlusses der 6. Tagung der Vollkonferenz. Allerdings habe das Verbindungsmodell zwischen UEK, EKD und Vereinigter Evangelisch-Lutherischer Kirche Deutschlands (VELKD) noch nicht seine volle Wirkung entfaltet, sagte Bischof Martin Schindehütte, Leiter des Amtes der UEK.

Mit ihrem Beschluss trugen die 44 Delegierten der 13 UEK-Mitgliedskirchen der Grundordnung der Union Rechnung, nach der die Vollkonferenz jeweils am Ende ihrer sechsjährigen Legislaturperiode festlegt, ob und in welcher Form die UEK weiter Bestand haben soll. Ob eine endgültige Übertragung der Aufgaben der UEK an die EKD möglich ist, wird demnach im Frühjahr 2014 erneut geprüft.

Fet steht Die Tagung in Wuppertal-Barmen war die letzte selbstständige Zusammenkunft der UEK-Vollkonferenz. Mit Beginn der nächsten Amtszeit wird die Vollkonferenz in Verbindung mit der Synode der EKD stattfinden. Die Mitglieder der UEK-Vollkonferenz werden zugleich Mitglieder der EKD-Synode sein.

Rechtspflege wird vereinheitlicht

Bei ihrer Tagung in Wuppertal beschloss die Vollkonferenz außerdem die Vereinheitlichung der Rechtspflege unter dem Dach der Kirchengerichte der EKD. Bis spätestens zum Ende des Jahres 2010 soll die Verwaltungsgerichtsbarkeit der UEK auf neu zu bildende Kammern und Senate des Kirchengerichts und Kirchengerichtshofs der EKD übertragen werden.

Durch Hinhören missionarisch werden

Wie kann Mission unter den heutigen Bedingungen gelingen? "Der Einstieg in die Lebensweise einer missionarischen Kirche beginnt für mich mit dem Aufhören", sagte Michael Bünker, Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). "Aufhören" im Sinne von "Hinhören, ganz Ohr sein", das "Aufhören auf Jesus Christus" war Ausgangspunkt seines Vortrags beim Empfang der EKiR am Abend. Unter der Überschrift "Eine Botschaft an ‚alles Volk’ – der missionarische Auftrag evangelischer Kirchen in Europa" entwickelte Bünker seine Gedanken mit Bezug auf die 6. These der Barmer Theologischen Erklärung.

Den aus seiner Sicht notwendigen Schritt von der Innen- zur Außenorientierung der Kirche illustrierte der österreichische Bischof mit dem Bild des Schanigartens. Dieser Teil eines Wiener Gasthauses spiele sich "auf der Straße, auf dem Gehsteig" ab. Übertragen auf die Kirche spreche das Bild des Schanigartens zunächst einmal für die "Öffnung nach draußen". Wenn sie innerhalb der eigenen Mauern bleibe, verfehle die Kirche ihren Auftrag, unterstrich Bünker.

 

UEK/neu, Fotos: Gerhard Bartsch / 16.05.2008

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 18. Mai 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 23. Mai 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.