Männerarbeit

Fairen Umgang der Geschlechter fördern

Sechzig Delegierte aus allen Landeskirchen der EKD kamen in der vergangenen Woche zur Jahrestagung der EKD-Männerarbeit in Bonn zusammen. Gastgeber war die Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Ein Höhepunkt des Jahrestreffens war der Besuch des rheinischen Präses Nikolaus Schneider. Unter dem Titel „Die Männer in der Kirche der Zukunft“ diskutieren die Delegierten und der Präses über eineinhalb Stunden miteinander. Es ging unter anderen um die Rolle der Männerarbeit für die Kirche. Der Präses betonte die Eigenständigkeit von Männer- und Frauenarbeit in der Kirche.

Die Männerarbeit müsse deutlich machen, was sie in die Kompetenzzentren einbringt. Themen der Männerarbeit seien zum Beispiel männerspezifische Spiritualität, eigene Zugänge von Männern zur Frömmigkeit, Männlichkeitsmodelle in der Jungenarbeit und die Fragen nach Männern und Gewalt.

Der Präses sieht das von der rheinischen Landessynode für 2012 beschlossene Genderreferat als Teil der kirchlichen „Gerechtigkeitsarbeit“ mit der Zielsetzung, in allen kirchlichen Bereichen geschlechtsspezifische Benachteiligungen zu bekämpfen und einen fairen Umgang der Geschlechter zu fördern.

Folgen des Klimawandels

Das Schwerpunktthema der Jahrestagung war der Beitrag der Männerarbeit zum Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Im von der Tagung verabschiedeten Papier, das an die EKD-Synode weitergegeben wird, wird die Rolle von Männern für die Entwicklung der Technik angesprochen. In der Konsequenz werden regenerierbarere und dezentral erzeugte Energien befürwortet, gleichzeitig der in Deutschland beschlossene Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie bekräftigt.

Dieses Engagement ist vor dem Hintergrund der Hilfsprojekte der Männerarbeit zu verstehen: das von der EKD-Männerarbeit unterstützte Erholungszentrum „Nadeshda“ (Hoffnung) für durch den Reaktorunfall von Tschernobyl strahlengeschädigte Kinder und das rheinische Hilfsprojekt für das Kreiskrankenhaus am Rande der so genannten Todeszone in der Stadt Wetka in Weißrussland.

 

 

 

rv /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 13. Mai 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 13. Mai 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.