Holocaust

"In den Flammen des Schreckens"

„Ich war so krank, fast schon auf der anderen Seite“, schildert Naftali Fürst den Tag, an dem er als Zwölfjähriger aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit wurde. Als einer der letzten Zeitzeugen des Holocaust hat er seine Erinnerungen festgehalten.

Präsentatin des Buchs: Naftali Fürst und Pfarrerin Annette Hirzel (r.). LupePräsentatin des Buchs: Naftali Fürst und Pfarrerin Annette Hirzel (r.).

„Wie Kohlenstücke in den Flammen des Schreckens“ heißt das Buch. Herausgeberin des 160 Seiten umfassenden Bandes ist die rheinische Pfarrerin Annette Hirzel aus Königswinter. Als Schulpfarrerin hatte sie den Autor bei einem Zeitzeugengespräch am 9. November 2006 im Siegburger Anno-Gymnasium kennen gelernt. Naftali Fürst fasste Vertrauen zu ihr und bat Pfarrerin Hirzel schließlich um die Herausgabe des in der Neukirchener Verlagsgesellschaft veröffentlichten Buchs.

Fürst erzählt in seinem „Überlebensbuch“, wie er es nennt, zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Bruder Shmuel Peter Fürst die einzigartige Geschichte seiner Familie. Für die Brüder endet die glückliche Kindheit schlagartig mit dem Eintritt in das Lager Sered in der Slowakei. In Birkenau und Buchenwald müssen sie durch das „Tor der Hölle“ gehen.

Gegen das Vergessen

Wie durch ein Wunder findet die Familie nach der Befreiung wieder zusammen. Doch die schmerzlichen Erinnerungen kann Naftali Fürst erst lange danach, auf Bitten seiner Familie, in Worte fassen – in „Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens“.

Im Geleitwort des Buches schreibt Manfred Kock, Präses i. R.: „Bücher wie dieses lassen die namenlos Gemachten, die Geschändeten und Unterdrückten nicht ins Vergessen versinken, auch die nicht, deren Spur sich im Feuer verliert. Gebe Gott, dass die Klage darüber nie verstummt.“

Naftali Fürst, „Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens – Eine Familie überlebt den Holocaust“, Vorworte von Wolfgang Thierse und Manfred Kock, herausgegeben von Annette Hirzel, 160 Seiten (gebunden), 12,90 Euro

 

 

 

ekasur.de /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 5. Mai 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 5. Mai 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.