Entwicklungshilfe

Erfolgreicher lokaler Ansatz

Entwicklungshilfe zur Bewältigung des Hungers auf der Welt, die Bewahrung der Schöpfung als Thema der Entwicklungshilfe und Entwicklungshilfe als Beruf: drei der Themen beim Info-Nachmittag am 5. Dezember im Düsseldorfer Landeskirchenamt

Die Selbstständigkeit der Menschen zu erhöhen ist eins der Ziele von Entwicklungshilfe. Die Selbstständigkeit der Menschen zu erhöhen ist eins der Ziele von Entwicklungshilfe.

Für den "Internationalen Tag des Entwicklungshelfers" lädt die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) zu einer Nachmittagsveranstaltung ins Düsseldorfer Landeskirchenamt ein. Vor allem entwicklungspolitisch Interessierte werden zur Podiumsdiskussion zum Thema "grüne" Gentechnik erwartet. Prominentester Gast ist hier die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Bündnis90/Grüne). Frauen und Männer, die sich für den Beruf der Entwicklungshelferin bzw. des Entwicklungshelfers interessieren, finden auf einem Markt der Mögichkeiten Informationen. Die Veranstaltung "Personelle Entwicklungszusammenarbeit im Wandel" beginnt am 5. Dezember um 15 Uhr, Hans-Böckler-Straße 7, Düsseldorf.

Obwohl der Hunger auf der Welt noch nicht bewältigt ist, sei Entwicklungshilfe dennoch keine Sisyphos-Arbeit, sagt Wilfried Steen vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). "Unseren Ansatz betrachten wir als erfolgreich." Entwicklungshilfe setze lokal an, "wo die entscheidenden Dinge passieren". Zusammen mit örtlichen Partnerorganisationen werde zum Beispiel mit Beiträgen zu nachhaltiger Landwirtschaft die Schöpfung bewahrt. "Es geht darum, biologische Vielfalt zu bewahren und die Selbstständigkeit der Menschen zu erhöhen." Dass Gentechnik den Hunger weltweit beseitigen könnte, bezweifelt Steen. "Wir sind sehr skeptisch." Schließlich seien die Folgen etwa von gentechnisch verändertem Saatgut oder Düngemittel noch nicht abschätzbar.

Derzeit hat die Bundesrepublik über die verschiedenen Entwicklungsdienste rund 1500 Entwicklungshelferinnen und -helfer entsandt. Bei allen Diensten gebe es immer auch freie Stellen, so Eckehard Fricke vom Internationalen Christlichen Friedensdienst Eirene (Neuwied).

 

 

 

Programm am 5. Dezember

15 Uhr: Markt der Möglichkeiten: Informationen über die Arbeit und Lebensbedingungen von Entwicklungshelferinnen und -helfern. Entwicklungsdienste, zurückgekehrte Entwicklungshelferinnen und -helfer sowie Eine-Welt-Initiativen stellen sich bei Kaffee und Plätzchen aus fairem Handel vor

16.30 Uhr: Ansprachen von Vizepräses Nikolaus Schneider (EKiR)  und Michael Steeb, Geschäftsführer der Arbeitgemeinschaft für Entwicklungshilfe

16.45 Uhr: "Kann nachhaltige Landwirtschaft die Welternährung sichern?" Einführung durch Ministerin Bärbel Höhn

16.55 Uhr: "Grüne Gentechnik und Biodiversität im Widerstreit?", Gesprächsrunde mit Ministerin Bärbel Höhn, Oberkirchenrat Wilfried Neusel (EKiR), Ministerialrat Horst Müller (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Dr. Andreas Thierfelder (Monsanto Agrar Deutschland) und Lothar Kleipaß (ehemaliger Entwicklungshelfer).

18 Uhr: Abschluss mit Wilfried Steen (Vorstand Evangelischer Entwicklungsdienst/EED), ökologisches Fingerbuffet

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 27. November 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 27. November 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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