Email aus Namibia

Die Skyline in Smog gehüllt

Ein neuer Tag in Windhoek brach an. Ich denke, alle waren reichlich froh und erleichtert, in einem mehr oder minder stabilen Bett genächtigt zu haben. Das Schicksal des mysteriösen „Gruppen-Virus“ ereilte im Laufe des Tages andere Mitglieder der Gruppe.

Windhoek Windhoek

Nach dem Frühstück fuhren wir zusammen nach Windhoek, trennten uns und erkundeten die örtlichen Großstadtgefilde. Manche legten sich Souvenirs zu, wiederum andere eine neue Haupthaargestaltung. Ich persönlich fand Windhoek als Stadt ganz schön. Es kam mir größer vor als bei unserer Anreise vor über zwei Wochen.

Skurril fand ich die am Vorabend gesehene Skyline von Windhoek/Katutura in Smog gehüllt und durch einzelne Abendsonnenstrahlen gebrochen. Jedenfalls erfreute ich mich an meinen neu erworbenen Kleinigkeiten.

An unserem Treffpunkt am Café Zoo stellte sich heraus, dass der gemeine „Gruppenvirus“ einige hinstreckte, so dass nicht alle von uns das „Rainbow Project“ in der Love Street 7A besuchen konnten. Das Gebäude liegt in einer schönen Umgebung mit tollem Ausblick auf Windhoek. Das Gebäude selbst ist farbenfroh gestrichen und wirkt sehr offen und einladend. Das Nachbarhaus besaß sogar einen Swimmingpool, der mit wunderschön blauen Wasser zum Plantschen einlud.

Bei den Zeitschriften auch die Gaytimes

Empfangen wurden wir von dem äußerst sympathischen Ian Swartz, der sich im Laufe des Gesprächs als sehr kompetenter und offener Mann entpuppte. Im Konferenzraum, der ein Stockwerk tiefer liegt, erstreckt sich ein Bücherregal, in dem Bücher sowie Zeitschriften geordnet nach Kategorien liegen, wie Men´s Health, Diva, Gaytimes…

Die Gruppe war während des Gesprächs sehr kaputt. Ian Swartz erzählte nicht nur über die einzelnen Projekte, sondern auch über andere Schwerpunkte der namibischen Gesellschaft. Er ließ keine Frage offen. Über viele Sachen war ich sehr erstaunt, zum Beispiel, dass die Toleranz gegenüber Lesben, Schwulen, in Namibia durchaus wächst.
Neben den Informationen, die uns zuteil wurden, fand ich es zudem klasse, dass Bernice und Lionel mitkamen und das Gespräch noch zusätzlich bereicherten.

Einige wurden dann am Abend noch von unserem heimtückischen Virus heimgesucht.

 

 

 

 

Judith Kaudewitz / 08.07.2006

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 11. Juli 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 17. Juli 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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