3. Europäische Ökumenische Versammlung

Alternativlos: Ökumene und interreligiöser Dialog

"Es gibt keine Alternative zur Ökumene und zum interreligiösen Dialog." Das ist eine der Erkenntnisse, die Kirchenleitungsmitglied Renate Brunotte (Duisburg) von der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung mitgebracht hat.

Podium bei der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien. LupePodium bei der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien.

 

Delegation der Evangelischen Kirche im Rheinland (v.l.): Superintendent Christoph Pistorius, Renate Brunotte und Kirchenrätin Christine Busch. Delegation der Evangelischen Kirche im Rheinland (v.l.): Superintendent Christoph Pistorius, Renate Brunotte und Kirchenrätin Christine Busch.

Vom 4. bis 9. September fand im rumänischen Hermannstadt (Sibiu) die 3. Europäische Ökumenische Versammlung statt. Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) war in Hermannstadt neben Renate Brunotte mit Kirchenrätin Pfarrerin Christine Busch (Düsseldorf) und dem Trierer Superintendenten Christoph Pistorius vertreten. Besonders interessant für die rheinischen Delegierten waren die Begegnungen über Ländergrenzen hinweg. Schließlich bot die Versammlung die Möglichkeit, viele christliche Traditionen aus aller Welt kennen zu lernen.

Weiter berichten die drei, dass es zwar interessante Vorträge gab. Allerdings seit die Partizipation der Teilnehmenden begrenzt gewesen. Inhaltliche Schwerpunkte prägten jeden einzelnen Versammlungstag. Ging es zu Beginn mit „Licht Christi und die Kirche“ um Einheit und Spiritualität, rückte am zweiten Tag mit „Licht Christi und Europa“ das Thema Migration in den Vordergrund. Am Abschlusstag ging es um Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden: „Licht Christi und die Welt“.

 

 

Renate Brunotte stellte auf der Versammlung fest: „Es gibt viel Angst vor der religiösen Vielfalt.“ Die Kirchen fühlten sich ohnmächtig vor der Herausforderung der Migration. Erfreut bemerkte die Delegation der rheinischen Kirche das Engagement junger Menschen und deren selbstbewusstes Auftreten. Wurde in Hermannstadt betont, dass die Jugend die Zukunft der Kirche sei, so erwiderten Jugendvertreterinnen und -vertreter: „Wir sind nicht die Zukunft, wir sind die Gegenwart, wir sind schon da.“  

Rückblickend auf die Ergebnisse und Empfehlungen der 2. Ökumenischen Versammlung in Graz von 2001, festgehalten in der Charta Oecumenica, resümiert Renate Brunotte, sie hätten auch in Hermannstadt immer noch einen schweren Stand. Die Charta schreibt die Verpflichtung fest, den Frieden zu fördern und für die kirchliche Einheit einzutreten. Sie empfiehlt Partnerschaftsverträge zwischen katholischen und evangelischen Gemeinden.

 

 

09.09.2007

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. September 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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