Peter-Beier-Preis

Präses Nikolaus Schneider verlieh Peter-Beier-Preis

Ausgezeichnet wurde der Kampf gegen Frauenhandel und der Einsatz für Protestantismus in Europa.

Augezeichnet: Wilhelm Hüffmeier und Elena Mereacre erhielten den Peter-Beier-Preis Augezeichnet: Wilhelm Hüffmeier und Elena Mereacre erhielten den Peter-Beier-Preis

Für ihren Kampf gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution in Moldawien hat die Evangelische Kirche im Rheinland die Gründerin der Nicht-Regierungsorganisation „Compasiune“, Elena Mereacre, mit dem Peter-Beier-Preis gewürdigt. Präses Nikolaus Schneider verlieh ihr im Rahmen einer Feierstunde im Landeskirchenamt in Düsseldorf die Auszeichnung. Als weiteren Preisträger ehrte er Wilhelm Hüffmeier für dessen Verdienste um den Protestantismus in Europa. Der nach dem verstorbenen rheinischen Präses Peter Beier benannte Preis ist mit je 5.000 Euro dotiert.

„Compasiune“ setzt sich auch für Kinder und alte Menschen ein

Elena Mereacre ist eine der Gründerinnen der Initiative „Compasiune“, die sich nahe der moldawischen Hauptstadt Chisinau um zurückgebliebene Kinder und alte Menschen kümmert, insbesondere aber um junge Frauen, die durch Arbeitslosigkeit und Armut in Drogenabhängigkeit und Prostitution geraten. „Unbeeindruckt von massiven Bedrohungen durch Frauenhändler, die ihre Geschäfte gefährdet sahen, und ungeachtet der Gleichgültigkeit offizieller Stellen gegenüber dem Problem, gab sie ihr gemächliches Leben als Bäuerin auf und gründete im ländlichen Moldawien die Hilfsorganisation, die Opfern von Frauenhandel auf vielfache Weise Hilfe bietet“, heißt es in der Begründung der Preisvergabe.

Mereacre stellte ihre Initiative bereits 2006 bei der 9. Euröpäischen Asylrechtstagung zum Thema Migration und Menschenhandel in Kiew vor; diese Tagung wurde unter anderem vom Frauenreferat der Evangelischen Kirche im Rheinland organisiert. Mereacre ist zudem Mitglied des neugegründeten Netzwerkes "Le Pont", das ebenfalls von der rheinischen Landeskirche mitgetragen wird.

 

 

 

Leuenberger Kirchengemeinschaft weiterentwickelt

Dr. Dr. h.c. Wilhelm Hüffmeier war von 1995 bis 2006 langjährige Leiter der Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche der Union (EKU) und der Arnoldshainer Konferenz, die zur Union Evangelischer Kirchen (UEK) fusionierten. Zugleich war er Leiter des Sekretariats der Leuenberger Kirchengemeinschaft. „Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Leuenberger Kirchengemeinschaft zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa entwickelte. Ihm verdankt sie fruchtbare und zukunftsweisende theologische Impulse, die Schärfung ihres protestantischen Profils in ökumenischer Verantwortung und die andauernde Bereitschaft zum politischen Dialog mit den europäischen Institutionen in Brüssel und Straßburg", benennt die Preis-Urkunde seine Verdienste.

Der Peter-Beier-Preis der Evangelischen Kirche im Rheinland wird nach seinen Statuten insbesondere an Personen bzw. für Beiträge verliehen, die

  1. dem Zusammenwachsen des Protestantismus in Europa dienen und den europäischen Gedanken in den Kirchen Europas fördern und stärken,
  2. weiterführende Reformvorschläge für die Kirche machen,
  3. unter persönlichem Einsatz zur Bewahrung der Menschenwürde und der Menschenrechte beitragen.

Der Preis wird in der Regel alle zwei Jahre vergeben. Preisträger im Jahr 2005 waren Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und der namibische Bischof Dr. Zephania Kameeta

 

 

jpi /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 30. August 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 7. September 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.