Ehrung

Rheinischer Präses: „Gerechter unter den Völkern“

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat den ersten Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, D. Heinrich Held, posthum zum „Gerechten unter den Völkern“ erklärt

Präses Heinrich Held Präses Heinrich Held

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat den ersten Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, D. Heinrich Held, posthum zum „Gerechten unter den Völkern“ erklärt. Mit dieser Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich während der Judenverfolgung im 3.Reich unter Einsatz ihres Lebens für Juden eingesetzt haben. Sein Name wird zukünftig auf einer Erinnerungswand in Jerusalem erscheinen.

Heinrich Held hatte gemeinsam mit seinem Kollegen Pfarrer Johannes Böttcher im Spätherbst 1944 mehrere Essener Juden Unterschlupf in den Kellergewölben der Rüttenscheider Reformationskirche geboten. Sogar in seinem Pfarrhaus hatte er jüdische Mitbürger versteckt und sie so vor dem Abtransport in die Vernichtungslager gerettet.

Der gebürtige Saarbrücker übernahm 1930 die Pfarrstelle in Essen-Rüttenscheid. Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wurde Held als erster evangelischer Pfarrer verhaftet. Grund: Er protestierte gegen den direkten staatlichen Einfluss auf die evangelische Kirche. Weil er sogar gegen den regimetreuen Reichsbischof Müller opponierte, sollte er seines Amtes enthoben werden. Held engagierte sich in der Bekennenden Kirche und nahm 1934 an der Bekenntnissynode in Barmen teil.

 

 

 

16.09.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 16. September 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 23. August 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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