Gedenkstätte

Unendlich ist der Schmerz!

Eine deutschlandweit einmalige Trauerstätte für Eltern von verstorbenen Kindern schafft die evangelische Kirchengemeinde Wuppertal-Vohwinkel. Auf ihrem Friedhof soll ein Ort des Gedenkens und der Trauer entstehen

Kindergesichter erinnern an Schmerz und Trauer Kindergesichter erinnern an Schmerz und Trauer

"Der Tod trifft uns fast immer unvorbetreitet - besonders wenn ein Kind stirbt. Wir erwarten, dass Kinder ihre Eltern überleben. Mit unseren Kindern sterben unsere Träume, Hoffnungen und ein Teil von uns selbst. Gleich wie lange der Tod unserer Kinder her ist - sie sind nie vergessen," so Pfarrerin Sylva Wiederspahn. Sie hatte zusammen mit einer kleinen Gruppe betroffener Frauen die Idee für diese Trauerstätte.

Die Stätte soll kein Ersatz für das eigentliche Grab des verstorbenen Kindes sein. Aber die Gruppe hat die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Eltern durch Umzug oder Trennung keine Möglichkeit mehr haben, zum Grab ihrer Kinder zu gehen. Darüber suchen sie einen Ort , wo sie gemeinsam Trauer und Schmerz ausleben können.

 

Der Entwurf der geplanten Trauerstätte in Vohwinkel Der Entwurf der geplanten Trauerstätte in Vohwinkel

Direkt neben der Kapelle auf dem Friedhof Ehrenhainstraße gelegen, von Bäumen geschützt, wird ein Platz gestaltet. Eingebettet in Blumen, Gräser und Sträucher entsteht ein Ort des Erinnerns für Eltern und Angehörige. Im Zentrum stehen Skulpturen von Christiane Püttmann: Kindergesichter, die das Leid und den Kummer zeigen. Es ist nichts mehr so, wie es vorher war. Daneben stehen Blumenkelche, aus Metall gestaltet von Uwe Hoffmann. Sie sind Sinnbild für das Werden und Vergehen.

Die Trauerstätte wird am 20.September durch einen Gottesdienst eröffnet. Mit dabei ist auch der Schirmherr des Projektes Peter Hintze (MdB). Die gesamte Trauerstätte ist durch Spenden finanziert worden.

 

 

11.09.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. September 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. September 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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