EKD-Synode

Rinke folgt Schmude

Jürgen Schmude, 18 Jahre Präses der EKD-Synode, hat eine Nachfolgerin bekommen: Barbara Rinke. Auf den Wert der Bibel wies EKD-Ratsvorsitzender Kock in seinem Bericht zu Beginn der Synode hin

"Der Seele Raum geben - Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung" lautet das Schwerpunktthema der Tagung  der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 22. bis 25. Mai in Leipzig. Viel Zeit zur Besinnung wird den 120 Synodalen dabei wohl nicht bleiben. Auf der konstituierenden Sitzung der 10. EKD-Synode wird nicht nur ein neues Präsidium gewählt. Auch die Ständigen Ausschüsse müssen neu besetzt werden. Mit besonderer Spannung wird die Wahl des siebenköpfigen Präsidiums erwartet. Der bisherige Präses, Jürgen Schmude (Moers), steht nach 18 Jahren nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Besonderen Raum in den Beratungen findet der Bericht des Ratsvorsitzenden, in dem Manfred Kock Auskunft über die Arbeit der vergangenen Monate gibt. Auf die Behandlung des Schwerpunktthemas werden die Synodalen und sonstigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ein Referat des Theologen Fulbert Steffensky eingestimmt.

Die Synode ist das höchste Entscheidungsorgan der EKD. Sie hat die Aufgabe, Angelegenheiten, die die EKD betreffen, zu beraten und über sie zu beschließen. Dazu gehören Kirchengesetze - beispielsweise Haushalt, Arbeitsrechtsregelungen, Datenschutz - sowie Vorlagen des Rates und der Kirchenkonferenz. Die Synode kommt in der Regel einmal im Jahr an wechselnden Orten zu einer mehrtätigen Tagung zusammen. Eine Ausnahme bildet das Jahr, in dem die Synode zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen tritt. Die Amtszeit des früheren rheinischen Präses Manfred Kock als EKD-Ratsvorsitzender läuft noch bis zur EKD-Synode im November in Trier.

 

23.05.2003

"Eine evangelische Kirche ohne die Bibel wäre wie ein Computer ohne Speicher." Das sagte der EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock in seinem Bericht an die in Leipzig tagende 10. EKD-Synode. Der frühere rheinische Präses beschrieb die Bibel als einzige Quelle und Norm des evangelischen Glaubens. Kock reagierte auch auf den zurückliegenden Irak-Krieg. Jeder Krieg sei ein großes Übel und unentrinnbar mit Schuld verbunden. Daran ändere auch das frühzeitige Ende des Irak-Kriegs nichts. Zur Diskussion um die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland wünschte der Ratsvorsitzende der Politik "Mut zu Reformen".

 

Neugewählte Präses der Synode der EKD ist die Nordhausener Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Auf der konstituierenden Sitzung der 10. EKD-Synode in Leipzig erzielte sie am 23. Mai im zweiten Wahlgang 67 von 118 Stimmen und setzte sich damit gegen den Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe durch, der auf 50 Stimmen kam. Als stellvertretende Präsides wurden der Münchener Theologieprofessor Michael Schibilsky und der Berliner Richter Joachim Klasse gewählt.

 

21.05.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 21. Mai 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 27. Mai 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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