Arbeitsfelder

Judentum, christlich-jüdisches Gespräch

Das christlich-jüdische Gespräch liegt den Menschen in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) besonders am Herzen. Zwei Beschlüsse der Landessynode verankern dieses Anliegen.

1980 traf die Landessynode den Beschluss „Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden“. Diesen Beschluss nahm die Landessynode 2005 noch einmal auf. Es gilt an der Erneuerung weiter zu arbeiten, auch ganz praktisch und insbesondere im Gottesdienst. So sollen bei Lesungen und Predigttexten Abschnitte des Alten und Neuen Testaments gleichermaßen berücksichtigt werden.

 

 

1996 hat die Landessynode außerdem den Grundartikel der Kirchenordnung ergänzt. Demnach bezeugt die rheinische Kirche „die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält. Mit Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde“.

Das christlich-jüdische Gespräch wird außer- und innerhalb der Kirche geführt werden. Außerhalb geht es darum, in der Öffentlichkeit in Fragen zum Judentum klar Position zu beziehen. Innerhalb ist die primäre Aufgabe, die überlieferte falsche Bestimmung des Verhältnisses zu Israel, des christlichen Glaubens zum jüdischen zu überwinden. Das geschieht insbesondere in der Aus- und Fortbildung.

 

Studienstelle Christen und Juden

Um das christlich-jüdische Gespräch zu fördern, hat die EKiR die Studienstelle Christen und Juden eingerichtet. Die Mitarbeitenden tragen das Anliegen in die Kirchengemeinden, Kirchenkreise und landeskirchlichen Dienste. Das geschieht durch Vorträge, Schulungen und Beratung. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Lehrerfortbildung.

 

 

Nes Ammim

Nes Ammim, das internationale christliche Studien- und Begegnungszentrum in Israel, wird von der Evangelischen Kirche im Rheinland unterstützt. Die Gründer von Nes Ammim wollten - nur wenige Jahre nach dem Holocaust – als Christen einen Neuanfang in der Beziehung zum jüdischen Volk machen. Wenn heute die Volontäre in Nes Ammim arbeiten und lernen, setzen sie die Gründungsidee von Verständigung und Frieden fort.

 

 

ekir.de / 13.10.2009

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 14. Dezember 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 13. Oktober 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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