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 Corona-Gebet "Wissenschaft" von Konstanze Ebel.

Corona-Gebete

Mit Humor gegen Ängste

Wisenschaftskritik, Schulbeginn und immer wieder die Mund-Nasen-Maske: In ihren gezeichneten Corona-Gebeten thematisiert Konstanze Ebel nachdenklich und mit einem Augenzwinkern die Pandemie und unser aller Umgang damit. Eine Auswahl ihrer Cartoons gibt es jetzt auch jeden Freitag auf dem Instagram-Kanal der rheinischen Kirche.

Seit dem Lockdown im März malt und reimt die Bad Godesbergerin ihren Kommentar zur Lage:

„Wissenschaft wird kritisiert,
kaum konkret, schon korrigiert,
veri- und falsifiziert,
meist bezweifelt statt kapiert.
Lieber Gott, Du hast es gut,
Du bist wahr und absolut,“
hieß es zum Beispiel vergangene Woche.

Für die Konstanze Ebel sind die bebilderten Verse „so eine Art Selbsttherapie“. Mit vier Kindern in der hauseigenen „Privatschule“ hatte sie kaum noch Momente ganz für sich. So begann sie, um fünf Uhr morgens aufzustehen und bei der ersten Kanne Tee diese Bilder zu malen. „Das ist meine Art, meine Gedanken und Gefühle los zu werden“, so Ebel. Und mit Humor die Angst ein Stück weit zu vertreiben: „Immerhin eine Art, dieser Situation, in der es genug gibt, was einigen ängstigen kann, eine humorvolle Seite abzugewinnen.“

Die Gebete greifen Fragen auf, die viele Menschen beschäftigen

Konstanze Ebel zeichnete seit März rund 150 Corona-Gebete. Konstanze Ebel zeichnete seit März rund 150 Corona-Gebete.

Die Corona-Gebete seien nicht im eigentlichen Sinne Zwiegespräche mit Gott. „Aber sie haben einen wahren Kern, der Fragen stellt, die viele Menschen umtreiben und die sehr wohl in Gebete passen“, erklärt Ebel. Fast täglich entstanden so seitdem Konstanze Ebels Bilder, nachdem der Erstling im Freundeskreis freudig begrüßt wurde. Seitdem sind etwa 150 Cartoons entstanden, die bis vor kurzem in den Fenstern des Café Selig an der Pauluskirche in Bad Godesberg ausgestellt waren.

Zu sehen sind diese und auch neue Cartoons auf Konstanze Ebels Instagram-Kanal @dichtungsding sowie auf ihrem Blog. Und ab morgen wird jeden Freitag eines ihrer Werke auf dem Instagram-Kanal @evangelisch der rheinischen Kirche veröffentlicht.

Konstanze Ebel (45) studierte Kunstgeschichte und Germanistik, machte als Kunsthistorikerin Führungen in Berliner Museen und hat in der Berliner Berhard-Heiliger-Stiftung gearbeitet, dann vier Kinder bekommen. In den vergangenen vier Jahren war sie Presbyterin der Thomas-Kirchengemeinde. Nun leitet sie Kurse für Familien in der Familienbildungsstätte Haus der Familie. „Und bei mir zu Hause ist es auch nicht gerade langweilig“, sagt sie schmunzelnd.

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ekir.de / Dr. Uta Garbisch, Grafik/Foto: Konstanze Ebel / 20.08.2020



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