Workshop

Jerusalem: Theologien der Befreiung im Gespräch

Jüdische und christliche Theologien der Befreiung miteinander ins Gespräch zu bringen, darum geht es bei einem Workshop vom Abend des 8. bis zum 11. April in Jerusalem.

Sein Thema ist die biblische Geschichte vom Exodus, von der Befreiung Israels aus Ägypten. Zu dem Workshop laden die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL) gemeinsam ein. Sowohl nach jüdischem als auch nach christlichem Verständnis zeugt die Exodus-Geschichte von Gottes befreiender Kraft. Diskutiert werden die verschiedenen Kontexte, in denen diese Geschichte heute gelesen wird. Dabei betont der rheinische Landespfarrer für den christlich-jüdischen Dialog, Dr. Volker Haarmann, dass der Workshop nicht den Nahost-Konflikt selber zum Thema macht. Vielmehr geht es darum, auch und gerade in Zeiten des politischen Konflikts die theologische Auseinandersetzung über die biblischen Texte fortzuführen: Welche Bedeutung für die je eigene Identität hat die Erzählung vom Exodus? Wie lesen Christinnen und Christen die Texte, die von der Befreiung des Volkes Israel erzählen?

Die Tagung versammelt 23 geladene jüdische und christliche Teilnehmende aus aller Welt. Sie bringen ihre verschiedenen Hintergründe mit, um in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre zu diskutieren. Zwei Bischöfe sind dabei: der Bischof der ELCJHL Dr. Munib Younan sowie Dr. Zephania Kameeta, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELCRN). Ökumene-Chefin Barbara Rudolph ist seitens der rheinischen Kirche die höchste Repräsentantin. Neben Theologinnen und Theologen aus Palästina und Israel werden weitere jüdische und christliche Gesprächspartner aus den USA, den Niederlanden und der Schweiz mit dabei sein. Geplant ist, die Ergebnisse dieses theologischen Gesprächs zu sichern, auch zu publizieren.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 26. März 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 5. April 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 26.03.2013



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