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Holocaust-Gedenktag

An die Opfer erinnern

Mit Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten wird rund um den 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Der Holocaust-Gedenktag erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee vor 74 Jahren.

Bereits am Freitag fand im evangelischen Willibrordidom in Wesel eine Zeremonie zum Thema "Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken, Zukunft gestalten" statt. Veranstalter waren das Andreas-Vesalius-Gymnasium, der Jüdische-Christliche Freundeskreis sowie die evangelische und katholische Kirche. Themen sind Zivilcourage und Aufklärung heute.

Ein Gedenkgottesdienst In der evangelischen Mutterhauskirche in Düsseldorf ist gestaltet mit Texten von Etty Hillesum und Psalmen aus der Bibel. Hillesum war eine niederländisch-jüdische Lehrerin, die 1943 in Auschwitz starb und deren Tagebücher postum veröffentlicht wurden. Ebenfalls in Düsseldorf legen am Holocaust-Gedenktag Oberbürgermeister Thomas Geisel (CDU) sowie der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, einen Kranz am Mahnmal des ehemaligen Güterbahnhofs Derendorf nieder. Am Abend gibt es im katholischen Maxhaus ein Lesung mit Originaleinspielungen der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer (1901-1988) und Musik.

In Hilden treten am Sonntag in einem Konzert die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano, ihr Sohn Joram und das Kölner Hip-Hop-Projekt "Microphone Mafia" auf. Im Kulturzentrum Area 51 singen und rappen sie auf jiddisch, türkisch und deutsch.

Mit Musik und Texten wird am Sonntag ab 17 Uhr in der Saarbrücker Ludwigskirche der Opfer des National-sozialismus gedacht. Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann hält die Lesungen unter dem Motto „Erinnern und Gedenken. Wachsam bleiben und nicht feige werden. Frieden suchen“. Musikalisch wird der Abend von Helmut Eisel an der Klarinette und Ulrich Seibert an der Orgel gestaltet.

Am "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" findet eine "Klangstele" von 0 bis 24 Uhr in der Johanneskirche Saarbrücken statt. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Johann lädt dazu ein. 

Auch zahlreiche Ausstellungen beleuchten aus Anlass des Holocaust-Gedenktages die nationalsozialistische Diktatur und ihre Auswirkungen. So zeigt die Citykirche St. Nikolaus in Aachen bereits seit dem 15. Januar die Schau "Leben nach dem Überleben". Die Fotografin Helena Schätzle hat Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld abgelichtet. Bei einer Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am Sonntag in der Citykirche spielt die Klezmer-Band "Dance of Joy".

Eine weitere Ausstellung wird am 30. Januar in der Volkshochschule Düsseldorf eröffnet. Die jugendgerechte Schau "Du Jude - Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland" greife antisemitische Agitationsfelder und ihre Berührungspunkte zu Lebenswelten junger Menschen auf, kündigten die Veranstalter an.Sie Ausstellung ist bis zum 27. Februar zu sehen.

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epd, hp / 27.01.2019



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