Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Abraham-Karawane verbindet Essen, Pecs und Istanbul

Der „Engel der Kulturen“ geht auf Reisen: Vom 3. bis 31. Mai wird das interreligiöse Kunstprojekt die Kulturhauptstädte 2010 Essen, Pécs und Istanbul im Rahmen einer „Abraham-Karawane“ miteinander verbinden.

Den „Engel der Kulturen“ haben die bildenden Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Burscheid geschaffen: Ein rund 1,50 Meter hohes und etwa 100 Kilogramm schweres Rad aus Stahl trägt im Innern die Symbole der drei abrahamschen Religionen in sich – Davidstern, Kreuz und Halbmond. Bei Betrachtung des Kreises erwächst darin der Umriss des „Engels der Kulturen“ als Symbol der Gemeinsamkeit und des gegenseitigen Respekts.

Ende 2008 ist das Rad erstmals durch Köln gerollt, vor einem Jahr durchs Ruhrgebiet. Wo immer es Station macht, entsteht unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen und Religionen eine Bild des „Engels der Kulturen“, indem die Skulptur auf die Seite gelegt, mit weißem Quarzsplitt gefüllt und hinterher mit Hilfe von Schwerlastmagneten wieder aufgestellt wird. Parallel dazu wird eine weitere, kleinere Intarsie ausgebrannt, die dauerhaft im Boden der jeweils nächsten Station verlegt wird.

Start mit Reisesegen

Mit einem Reisesegen der evangelischen und der katholischen Kirche startet die „Abraham-Karawane – Engel der Kulturen“ am Montag, 3. Mai, um 9.30 Uhr auf dem Platz zwischen der Essener Marktkirche und der Anbetungskirche St. Johann, Porscheplatz/Kettwiger Straße. Auch der Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß wird erwartet, wenn das Kunstprojekt, das das Eintreten für Toleranz symbolisieren und den friedlichen Dialog der Religionen fördern soll, zu seiner ersten Etappe aufbricht.

Mitgetragen wird die interreligiöse und ökumenische Aktion vom Kulturbüro Ruhr.2010 der Evangelischen Kirchen im Rheinland und von Westfalen und vom Beauftragten für die Kulturhauptstadt des Bistums Essen, Dr. Michael Schlagheck. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Ruhrgebiet, Christen, Muslime und Juden, werden die Abraham-Karawane auf ihrem Weg begleiten.

Auf dem Weg von Essen über Pécs nach Istanbul und zurück sind Aufenthalte und Begegnungen in den Städten Augsburg, Tuzla, Sarajevo, Kraljevo, Skopje, Thessaloniki, Sofia, Belgrad, Dubica, Banja Luca und Ljubljana geplant. Weil der Dialog und das friedliche Zusammenleben der Religionen in einigen der Länder, durch die die Abraham-Karawane führt, nicht frei von Belastungen ist, waren zahlreiche Absprachen zu treffen: So haben sich etwa Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der mazedonische Staatspräsident Dr. Gjorge Ivanov für die Realisierung des Projekts eingesetzt.  www.evangelisch2010.de  

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 28. April 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 28. April 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 28.04.2010



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