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Präses Manfred Rekowski Präses Manfred Rekowski

Kinderarmut

Präses Rekowski: Kindergrundsicherung ist wirksame Hilfe für Familien

Der rheinische Präses Manfred Rekowski fordert eine Grundsicherung für Kinder. Bisherige pauschale Zahlungen zur Existenzsicherung von Kindern sollten durch die Grundsicherung als einzige Leistung ersetzt werden, sagte der leitende Theologe der rheinischen Kirche. Kinderarmut wird auch ein Thema auf der Landessynode 2020 sein.

„Wir versprechen uns davon eine wirksamere Hilfe für betroffene Familien,“ sagt Rekowski. „Unsere Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in Kitas, Schulen und Jugendarbeit haben dazu geführt, dass wir uns für eine Kindergrundsicherung einsetzen.“  

Kinderarmut: Bestandaufnahme und Gegensteuerung

In einem Beschlussantrag an die rheinische Landessynode, die ab Sonntag in Bad Neuenahr tagt, heißt es, trotz jahrelanger öffentlicher Diskussion sei keine Verbesserung der Situation der von Armut und Armutsfolgen betroffenen Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu erkennen. Es gebe „ein Handlungsproblem“. Eine Bestandsaufnahme zur Kinderarmut in Deutschland und Möglichkeiten zur Gegensteuerung  liefert der Synode eine von der rheinischen Kirche in Auftrag gegebene Studie der  Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Irene Becker (PDF zum Download weiter unten).

„Wir sind hemmungslose Lobbyisten der Bedürftigen“

Hauptthema der fünftägigen Landessynode, die 2,5 Millionen rheinische Protestantinnen und Protestanten vertritt, ist die kirchliche Sozialarbeit. „Kirche und Diakonie stehen für praktische Hilfe“, sagt Rekowski. „Wir sind aber auch hemmungslose Lobbyisten der Mühseligen und Beladenen und weisen auf die Schattenseiten unserer Gesellschaft hin.“

Ein Beispiel seien die Tafeln für Bedürftige, erläuterte der 61-jährige Theologe, der seit 2013 an der Spitze der rheinischen Kirche steht. Dort gehe es einerseits um Mildtätigkeit und Barmherzigkeit, andererseits aber auch um Recht und Gerechtigkeit. „Denn eigentlich ist es ein Skandal, dass es die Tafeln geben muss, weil manche Menschen anders nicht über die Runden kommen.“

Vortrag von Diakonie-Präsident UIrich Lilie

Zum Hauptthema der Synode hält der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, am Sonntag einen Vortrag. Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL), hält am Montag eine Andacht. Unter dem Dach der Diakonie RWL arbeiten etwa 140.000 Beschäftigte und 200.000 Ehrenamtliche in rund 4.900 evangelischen Sozialeinrichtungen.

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ekir.de / epd,Ingo Lehnick, red / Foto: Eric Lichtenscheidt / 08.01.2020



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