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Hilfsorganisation

Kindernothilfe warnt vor Folgen der Corona-Pandemie

Die Kindernothilfe warnt vor Hunger, Gewalt, Ausbeutung und fehlendem Zugang zu Bildung als größte Gefahren für Kinder in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Corona-Krise „stellt gerade unsere Partnerorganisationen und die Menschen in den Projekten vor besondere Herausforderungen“, heißt es im neuen Jahresbericht.

„Wir alle stehen vor einer Jahrhundertaufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können, und für die wir auch weiterhin die volle Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender brauchen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann.

Gestiegene Erträge um 3,8 Millionen Euro im Jahr 2019

Im vergangenen Jahr stiegen die Erträge der Kindernothilfe um 3,8 Millionen auf 63,8 Millionen Euro. Dabei nahmen die Zuschüsse beziehungsweise Zuwendungen sowie die anderen und außerordentlichen Erträge um jeweils rund zwei Millionen Euro zu, während die Spenden um 290.000 Euro zurückgingen. Dennoch machen die Spenden mit 50,4 Millionen Euro den Großteil der Erträge aus. Diesen standen Aufwendungen in Höhe von 62,1 Millionen Euro gegenüber, so dass die Kindernothilfe das Jahr 2019 mit einem Plus von 1,7 Millionen Euro abschloss.

Im vergangenen Jahr unterstützte die Hilfsorganisation nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Mädchen und Jungen mit 595 Projekten in 32 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Rund 205.500 Menschen unterstützten die Arbeit der Kindernothilfe, darunter 67.900 Paten und rund 1.000 Ehrenamtliche, hieß es.

Stabile Grundlage für die Zukunft

„Das gute Jahresergebnis 2019 ist eine stabile Grundlage, um uns als Kindernothilfe umfassend für die Zukunft aufzustellen“, schrieb der Vorstand im Jahresbericht. Die Mitarbeiter in Deutschland und den Koordinationsbüros seien zurzeit überwiegend im Homeoffice tätig, weswegen die Hilfsorganisation ihre Aktivitäten anpasse, Projekte umplane, Nothilfeprogramme hochfahre und dabei auch weiter langfristige Maßnahmen verfolge.

„In 2020 werden wir eine digitale Kommunikationsstrategie entwickeln, die die Stimme von Kindern und Jugendlichen zum Thema soziales Engagement im Netz, aber auch in der realen Welt einbringen will“, erklärte der Vorstand. Ziel sei es, den persönlichen Austausch zwischen den Generationen, Kulturen und sozialen Milieus zu fördern und eine Plattform für ein globales, sozialeres Miteinander zu schaffen.

Die Kindernothilfe wurde 1959 in Duisburg gegründet und ist eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa. Sie ist dem Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. - Diakonie RWL angeschlossen.


 

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ekir.de / epd / 16.07.2020



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