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Berit Hoffmann und Judith Cantu Flores Reimann im International Peace Centre. Berit Hoffmann und Judith Cantu Flores Reimann im International Peace Centre

Zum ersten Mal beim Kirchentag

Der erste Kirchtag: Erwartungen übertroffen

Wenig Schlaf, übervolles Programm, Anstehen vor vollen Hallen, zeitkritische Diskussionen und viel Positives von Kirche, mit diesen Erfahrungen blicken Berit Hoffmann und Judith Cantu Flores Reimann auf die erste Hälfte des Kirchentags. Die beiden Studentinnen aus Düsseldorf sind das erste Mal bei dem evangelischen Großereignis.

Es ist Freitagmorgen, 9 Uhr. Berit Hoffmann und Judith Cantu Flores Reimann sitzen auf einer Bank vor ihrer Unterkunft, einer Schule im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, um über erste Erfahrungen zu berichten. Beide sind zum ersten Mal auf einem Kirchentag. Und schon zur Halbzeit ist klar: Es werden fünf Tage mit wenig Schlaf und viel körperlichem Einsatz. Allein 20.000 Schritte haben die beiden 20-jährigen Studentinnen aus Düsseldorf am gestrigen Donnerstag zurückgelegt.

Das Programmheft des Kirchentags mit seinen mehr als 2000 Veranstaltungen stellt seine eigenen Herausforderungen dar: „Ich habe nicht erwartet, dass es so viele unterschiedliche Sachen zeitgleich gibt“, sagt Berit Hoffmann. Und so machen sich die beiden morgens einen genauen Plan für jeden Tag.

„Man muss sich eine genaue zeitliche Übersicht verschaffen“, sagt Judith Cantu Flores Reimann. Denn da sind ja noch die vollen Hallen, vor denen die beiden schon mehrfach anstehen mussten, und die Wegstrecken, die vollen Straßenbahnen, alles Dinge, die zunächst nicht im Blick sind.

„Hier werden die ganzen positiven Seiten der Kirche gezeigt.“

Womit die beiden bei den überraschenden Momenten dieses Kirchentags sind. Dass die Berliner Band Culcha Candela bei diesem kirchlichen Großereignis aufgetreten ist, hat sie positiv überrascht. Und so waren sie selbstverständlich unter den rund 14.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gestern Abend auf dem Hansaplatz.

Überhaupt übertrifft der Kirchentag ihre Erwartungen. „Hier werden die ganzen positiven Seiten der Kirche gezeigt. Das hatte ich nicht auf dem Schirm“, sagt Berit Hoffmann. Dass so viele politische Themen aufgegriffen werden, nehmen die beiden ebenfalls mit Freude wahr. „Wir hatten viel Politisches erwartet, aber nicht in dieser Fülle und vor allem nicht so konkret und mit kritischem Blick.“

Politisches Engagement durchzieht auch ihr persönliches Kirchentagsprogramm. Beide waren beim Hauptpodium zur Seenotrettung mit Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando – ein „Highlight“, wie Judith Cantu Flores Reimann sagt. Und sie halten sich im International Peace Centre auf, haben dort beispielsweise eine Veranstaltung zum Thema „Make Peace Possible!“ besucht.

Überrascht von der Fülle der Angebote und den Publikumsströmen

Im Peace Centre haben die beiden auch Bekannte aus ihrer Zeit in Israel getroffen. Von 2016 bis 2017 absolvierten sie ein freiwilliges soziales Jahr in der christlichen Siedlung Nes Ammim. Für die Organisation sind sie auch beim Kirchentag tätig: Jeden Tag betreuen sie für zwei Stunden den Stand auf dem Markt der Möglichkeiten.

Dieser Markt ist ein weiterer Punkt auf der Liste der positiven Überraschungen ihres ersten Kirchentags. „Wir sind überrascht von der Fülle der Angebote und den Publikumsströmen“, sagen die beiden.

Für die kommenden Tage haben sie sich noch einiges vorgenommen: Das Zentrum Regenbogen steht auf dem Plan, weiterhin das International Peace Centre, auch das Zentrum Jugend wollen sie besuchen. Und sie freuen sich bereits jetzt auf den Techno-Gottesdienst.

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ekir.de / wb, Foto: privat / 21.06.2019



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