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Gespannt warten die Kinder in der Evangelischen öffentlichen Bücherei in Hangelar darauf, dass sie in den neuen Medienboxen stöbern dürfen. Gespannt warten die Kinder in der Evangelischen öffentlichen Bücherei in Hangelar darauf, dass sie in den neuen Medienboxen stöbern dürfen.

Förderung

Mehr Geld für kirchliche Büchereien

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft fördert kirchliche Büchereien mit zusätzlich 500.000 Euro. Medienbestände sollen modernisiert werden. Davon profitieren auch Büchereien der Evangelischen Kirche im Rheinland.

„Zum Kerngeschäft evangelischer öffentlicher Büchereien gehört die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und Schulen“, betont Helga Schwarze, Leiterin der landeskirchlichen Büchereifachstelle in Düsseldorf. „Das Förderprogramm des Landes NRW ermöglicht es den Büchereien, Kindern ein aktuelles und attraktives Medienangebot zu machen.“

Medienauswahl für Schulkinder, Senioren und Geflüchtete

Im Zentrum der Förderung stehen sogenannte Medienboxen, eine robust verpackte Auswahl von Medien zu verschiedenen Themen für die Zusammenarbeit speziell mit Kitas, Grundschulen, Seniorenheimen oder Flüchtlingsunterkünften. Mehr als 40.000 Euro Landesmittel haben rheinische Büchereien für deren Anschaffung in den vergangenen Jahren erhalten. Weitere knapp 150.000 Euro gab es, um veraltete Medien auszusortieren, den Bestand zu modernisieren und Neues wie zum Beispiel Tonieboxen, Tiptoi-Bücher und digitale Hörstifte anzuschaffen.

Büchereien beantragen Mittel über landeskirchliche Fachstelle

Die für diesen Zweck seit 2018 bereitgestellten Landesmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro sind längst restlos ausgeschöpft. Deshalb legte das Ministerium nach. Für die 2021 zusätzlich zur Verfügung stehenden 500.000 Euro können die kirchlichen Büchereien bis November 2020 über ihre jeweilige Büchereifachstelle Anträge stellen.

Kirchen spielen eine wichtige Rolle bei der kulturellen Grundversorgung

„Wir sind dem Land Nordrhein-Westfalen dankbar für diese wirksame Unterstützung der von den Kirchen getragenen öffentlichen Büchereien“, sagte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck bei der Vorstellung des aufgestockten Förderprogramms in Essen. Gerade im ländlichen Raum, aber auch in Stadtvierteln ohne eine kommunale Bücherei seien kirchliche Einrichtungen oft die einzigen Anbieter von Büchern, Zeitschriften und modernen elektronischen Medien. Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen lobte deren „wichtige Rolle bei der kulturellen Grundversorgung“.       

Wertschätzung für das Engagement 780 Ehrenamtlicher

Zwei evangelische und fünf katholische Büchereifachstellen gibt es in Nordrhein-Westfalen. Die Büchereifachstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland betreut in NRW 108 Büchereien mit 780 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Für die Ehrenamtlichen ist das Förderprogramm des Landes ein deutliches Signal der Wertschätzung ihres Engagements“, sagt Büchereifachstellenleiterin Helga Schwarze.

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ekir.de / Cornelia Breuer-Iff, Foto: Claire Wendt / 16.12.2019



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