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Aufgebrochen: Die ökumenischen Klimapilgerinnen und -pilger kurz nach ihrem Start in Bonn. Aufgebrochen: Die ökumenischen Klimapilgerinnen und -pilger kurz nach ihrem Start in Bonn.

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Auf den Weg gemacht

Nun sind sie unterwegs: Frauen und Männer auf dem Weg zur nächsten Weltklimakonferenz. Ökumenische Pilgerinnen und Pilger, die sich sich für Klimaschutz einsetzen, denen die Bewahrung der Schöpfung am Herzen liegt. "Geht doch!" heißt das Motto des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit. Fordernd. Pragmatisch. Trotzig.

Startklar: Die Aussendung unterstützten Pastoralreferentin Brigitte Schmidt (vorn, v.l.), EKD-Pfarrerin Sabine Udodesku und Präses Manfred Rekowski. Startklar: Die Aussendung unterstützten Pastoralreferentin Brigitte Schmidt (vorn, v.l.), EKD-Pfarrerin Sabine Udodesku und Präses Manfred Rekowski.

Ausgesandt wurden die Pilgerinnen und Pilger im Gottesdienst in der Lukaskirche in Bonn. Wie in jahrtausendealter Tradition wurden sie mit Gottes Segen auf ihren Weg geschickt. Ihre Geht-doch-Wimpel verknoteten der griechisch-orthodoxe Erzpriester Konstantin Miron, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, auf Seiten der katholischen Kirche Pastoralreferentin Brigitte Schmidt, von der EKD Pfarrerin Sabine Udodesku.

Schmerzpunkte und Hoffnungsorte liegen auf dem Weg nach Katowice (Kattowitz), wo die Weltklimakonferenz im Dezember über die weitere Umsetzung der Pariser Klima-Beschlüsse beraten wird. Kommende Woche feiern die Pilgerinnen und Pilger Gottesdienst am Hambacher Forst. Der Ort erinnert daran, dass "dieses Land noch nicht fähig ist, sich für wirklichen Klimaschutz einzusetzen", wie Oberkirchenrätin Barbara Rudolph bei der Aussendung der Klimapilger kritisierte.

Rucksäcke der Klimapilgerinnen und -pilger Rucksäcke der Klimapilgerinnen und -pilger

Der Gottesdienst war zugleich der Festgottesdienst zum 70-jährigen Bestehen des Ökumenischen Rats der Kirchen. Geht doch - das ist jederzeit und auch tageweise möglich. Erstes Etappenziel ist Heimerzheim. Von dort geht es weiter in das Braunkohleabbaugebiet um Hambach. Am Montag, 17. September, werden die Klimapilgerinnen und Klimapilger an der Andacht im Landeskirchenamt in Düsseldorf teilnehmen.

Einer der Kraftorte des Pilgerwegs wird die Station in Wuppertal am 18. September sein. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) empfängt die Gruppe an der Nordbahntrasse, einer zum Rad- und Freizeitweg umgebauten ehemaligen Eisenbahntrasse. Um 17.30 Uhr wird dann in der Gemarker Kirche in Barmen Andacht gefeiert, bevor es am nächsten Morgen nach der Pilgerandacht in der Wichernkapelle an der Nordbahntrasse weiter Richtung Hagen geht – und damit in die benachbarte Evangelische Kirche von Westfalen. Die Route führt weiter über Hannover, Braunschweig, Leipzig, Dresden, Cottbus, Potsdam und Berlin und anschließend nach Katowice.

Zu den Forderungen des Ökumenischen Klimapilgerwegs gehört u. a. die Einleitung des Kohleausstiegs. Eine Forderung, die die Evangelische Kirche im Rheinland unterstützt. Präses Rekowski erklärte dieser Tage zum Beginn des Klimapilgerwegs: „Er muss doch gehen, der Ausstieg aus dem Verheizen fossiler Brennstoffe! Der Ausstieg muss doch gehen, denn unser Weltklima ist massiv bedroht."

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ekir.de / neu / 09.09.2018



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