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„Fridays for Future”: Anfang März demonstrierten tausende Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz. Mittendrin: die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. „Fridays for Future”: Anfang März demonstrierten tausende Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz. Mittendrin: die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Klimaschutz

Rheinische Kirche: Mitmachen beim Aktionstag zum Schutz des Klimas

Die Evangelische Kirche im Rheinland ruft für den kommenden Freitag, 20. September 2019, zur Teilnahme an den weltweiten Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung für Klimaschutz auf. Auch zahlreiche Kirchengemeinden werden mit Glockengeläut zum Gebet und zur Andacht einladen und sich vor Ort für ein Umdenken einsetzen.

Die rheinische Kirche gehört dem Unterstützerkreis des Bündnisses Klimastreik an und ist auch Mitglied in der Klima-Allianz Deutschland. Denn: „Der Schutz des Klimas ist ein ureigenes Anliegen der Kirche und ergibt sich unmittelbar aus unserem Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer und seiner guten Schöpfung“, sagt Präses Manfred Rekowski: „Dieser Schutz ist unter dem Stichwort ,Bewahrung der Schöpfung‘ in der rheinischen Kirche fest verankert.“ Die Menschen seien vor Gott für den Erhalt der Erde verantwortlich. „Die bloße Vernunft sagt uns: Es kann mit dem Raubbau an der Erde so nicht weitergehen.“

 

Die Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler am kommenden Freitag seien deshalb auch ein dringender Aufruf zur Umkehr, biblisch gesprochen: zur Buße. „Es kann uns nicht beruhigen, dass wir noch so gut dran sind. Wie sollen unsere Kinder und Enkel auf einer Erde leben können, die wir ausrauben und zerstören? Das ist die Frage.“ Diesen Satz habe er nicht bei einer Fridays-for-Future-Kundgebung aufgeschnappt, sagt Präses Rekowski, er stamme vielmehr von dem 1976 verstorbenen ehemaligen Bundespräsident Gustav Heinemann.

 

Wer sonntags in die Kirche geht, setzt sich für die Schöpfung ein

 

Auf den Kirchentagen der 1980er-Jahre hätten die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ganz oben auf der Tagesordnung gestanden, so der Präses weiter. Viele Christenmenschen engagierten sich seither verstärkt insbesondere auch für die Schöpfung. „In den vergangenen Jahren hatte ich jedoch manchmal den Eindruck, dass diese Themen ebenso wie die Menschen, die sich in den Kirchengemeinden für diese Fragen engagieren, in die Jahre gekommen sind. Das ist nun seit einigen Monaten anders: Die Aktion  ,Fridays for Future‘ bewegt viele Schülerinnen und Schüler. Jugendliche und junge Erwachsene lassen nicht locker, und sie nehmen damit die Frage von Gustav Heinemann auf: Wie sollen wir auf einer Erde leben können, die ihr ausraubt und zerstört?“ Für den Präses steht fest: „Wer die Welt als Gottes Geschenk betrachtet, wird sie pfleglich behandeln. Wer sich sonntags Gottesdiensten zu Gott, dem Schöpfer, bekennt, der wird sich auch konsequent für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.“

 

Mit Glocken zur Andacht: den Protest weithin hörbar machen

 

Zahlreiche der 37 Kirchenkreisen und 687 Kirchengemeinden in der rheinischen Kirche rufen am kommenden Freitag mit Glockengeläut zum Gebet und zur Andacht vor Ort für ein Umdenken und den Schutz des Klimas auf. So auch der Kirchenkreis Bonn. Superintendent Eckart Wüster bittet die Gemeinden, von fünf Minuten vor zwölf bis zwölf Uhr die zahlreichen Aktionen mit Glockengeläut und Gebet „hörbar zu stärken“ und „den Protest weithin hörbar zu machen“. Nach der Läuteordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland werden Glocken geläutet, wenn sie zu Gottesdienst, Andacht oder anderen geistlichen Formen einladen. Siehe auch www.bonn-evangelisch.de 

 

Evangelische Kitas in Duisburg demonstrieren mit

 

Die Glocken der Duisburger Salvatorkirche laden am 20. September um 12 Uhr zu einer zentralen Andacht des Kirchenkreises Duisburg in die Salvatorkirche neben dem Rathaus ein. Sie dauert 15 Minuten, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pünktlich um 12.30 Uhr die Kundgebung am Hauptbahnhof erreichen können. Die Beschäftigten seines Verwaltungsamts hat der Kirchenkreis für die Teilnahme am Klimastreik von der Arbeit freigestellt. Auch die Mitarbeitenden der 13 Kindertageseinrichtungen des Evangelischen Bildungswerks Duisburg können an der Demonstration teilnehmen – gemeinsam mit den Eltern und deren Kindern. Eine Betreuung der Kinder, die in den Kitas bleiben, ist gewährleistet. Zudem werden die Kinder des Offenen Ganztags an den 16 Schulen in Trägerschaft des Bildungswerks am 20. September in der Schülerschaft eine Unterschriftenaktion starten, in der sie ihr Klima-Anliegen beschreiben. Diese Wunsch- und Unterschriftenliste wird anschließend an die Bundesregierung verschickt. Mehr zu diesen und weiteren Aktionen aus dem Kirchenkreis Duisburg auf www.kirche-duisburg.de

 

Landeskirchenbibliothek Wuppertal bleibt Freitag stromlos

 

Unter dem Motto „Bibliothek stromlos!“ setzt die evangelische Hochschul- und Landeskirchenbibliothek Wuppertal ein eigenes Zeichen am 20. September. An diesem Freitag wird die Einrichtung am Standort Wuppertal in der Missionsstraße 11 ihre Dienste stromlos anbieten. Es wird kein Licht eingeschaltet, auch technische Geräte wie Computer, Drucker, Scanner und Kaffeemaschine bleiben ausgeschaltet. Die Ausleihe Rückgabe von Medien erfolgt über ein Formuar. Mehr dazu auf www.hlb-wuppertal.de

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ekir.de / Wolfgang Beiderwieden, Foto: epd-Bild/Patrick Piel / 17.09.2019



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