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Stephan Blank (56) ist Pfarrer an der Duisburger Salvatorkirche und Synodalassessor (Stellvertreter des Superintendenten) des Kirchenkreises Duisburg. Er ist im Duisburger Süden aufgewachsen und dort von klein auf in der Kirche und in einem Fußballverein Stephan Blank (56) ist Pfarrer an der Duisburger Salvatorkirche und Synodalassessor (Stellvertreter des Superintendenten) des Kirchenkreises Duisburg. Aufgewachsen im Duisburger Süden, war er von klein auf in der Kirche und in einem Fußballverein aktiv.

Marathon

„Wir sind Sieger bei Gott“

Der Rhein-Ruhr-Marathon am kommenden Sonntag in Duisburg ist auch Austragungsort der Deutschen Kirchenmeisterschaft 2019. Laufen und christlicher Glaube haben viel gemeinsam, erklärt der Duisburger Pfarrer Stephan Blank im Interview. Er wird bei einem Gottesdienst für Läuferinnen und Läufer in der Salvotorkirche predigen.

Herr Blank, Sie predigen am Samstag im Gottesdienst zur Deutschen Kirchenmeisterschaft im Rahmen des Rhein-Ruhr-Marathons. Welche Botschaft haben Sie für die Läuferinnen und Läufer ?

Stephan Blank: Das Motto des Gottesdienstes lautet: „Wir sind schon Sieger.“ Der Bremer Fußballprofi Wynton Rufer hat diesen Satz einst gesagt, als er gefragt wurde, ob er sich sorge, die Meisterschaft doch noch verspielen zu können. Für die Meisterschaft habe er alles Menschenmögliche getan, sagte er, das sorge ihn nicht, das Wichtigste sei für ihn, geliebtes Kind Gottes zu sein. Das ist meine Botschaft: Wir sind Sieger bei Gott, jede und jeder ist bei ihm an erster Stelle.

Wie passen Laufwettbewerb und Kirche zusammen?

Blank: Es gehört zur Kirche, dass Christinnen und Christen ihre Hobbies, Talente und Begabungen miteinander teilen. Kirche ist nicht nur Glaubenspraxis, auch Freizeitaktivitäten haben in ihr einen Platz, Hobbies sollen schlicht Freude bereiten, einzeln, und gerade auch gemeinsam, wie beim Laufen: Die Gemeinschaft wird gefördert.

Der Apostel Paulus hat den Glauben mit einem sportlichen Wettkampf in der Arena verglichen. Das klingt nach religiösem Hochleistungssport. Ist Glauben ein spiritueller Wettbewerb?

Blank: Paulus geht es bei seinem Vergleich um die Einstellung: Jeder soll sein Leben so führen, dass er den Siegespreis gewinnt. Dieser Preis ist die ewige Gotteskindschaft. Wer sich am Ziel orientiert, richtet auch sein Leben darauf aus. Ein Marathonläufer, der bei Kilometer 38 zurückschaut und sich Gedanken über seine Erschöpfung macht, wird auf den verbleibenden vier Kilometern große Probleme bekommen. Wer dagegen das vor ihm liegende Ziel vor Augen behält, mobilisiert Kräfte, um auch die verbleibendende Wegstrecke noch zu schaffen. So soll es nach Paulus auch im Leben von Christinnen und Christen sein. Deshalb schaue er nicht zurück, schreibt er im dritten Kapitel des Briefes an die Philipper. Eine solche Haltung hat dann auch Folgen für den Alltag und zeigt sich etwa in der Art, wie jemand mit den Mitmenschen umgeht.

Was bedeutet Ihnen Sport persönlich?

Blank: Ich bin seit klein auf leidenschaftlicher Fußballfan, spielte früher selbst. Leider habe ich mir ausgerechnet bei einem Spiel während eines Präses-Cup-Turniers einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Darüber hinaus bin ich schon seit Jahren wegen anhaltender Probleme mit meiner Muskulatur in meinen sportlichen Aktivitäten sehr eingeschränkt. Meine Leidenschaft für den Fußball ist allerdings ungebrochen und lebt sich nun vor allem im Mitfiebern aus, mein Herz schlägt für Werder Bremen. Die Kirchenmeisterschaft lockt mich allerdings schon, mich an sportliche Aktivitäten wieder heranzutasten.

 

Programm des Arbeitskreises Kirche und Sport

Samstag, 1. Juni:

  • 16 bis ca. 17.30 Uhr: geführter Stadtrundgang mit anschließender Führung durch die Salvatorkirche, Treffpunkt Intercity Hotel, Marcatorstr. 57, Duisburg (wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung notwendig bei Tobias.Jazbec@ekir.de)
  • 18.30 Uhr: Läufergottesdienst "Wir sind schon Sieger" fum 18.30 Uhr in der Salvatorkirche, Burgplatz 19, Duisburg

Sonntag, 2. Juni:

  • Andacht vor dem Start auf der Startgraden, Kruppstraße Duisburg (genaue Zeit am Stand des Arbeitskreises Kirche und Sport)

Der Stand des Arbeitskreises Kirche und Sport der Evangelischen Kirche in Deutschland bietet viele Informationen und Überraschungen. Für die ersten 600 Besucherinnen und Besucher gibt es ein kleines Geschenk. Am Samstag ist der Stand auf der Läufermesse zu finden, am Sonntag auf der Aktionswiese an der Bertaallee.

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ekir.de / Wolfgang Beiderwieden, Foto: Marcel Kuß / 31.05.2019



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