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Eine versiegte Wasserstelle in einem namibischen Dorf. Foto: Sonja Wessels/VEM Eine versiegte Wasserstelle in einem namibischen Dorf. Foto: Sonja Wessels/VEM

Bitte um Spenden

Dürre in Namibia: katastrophale Folgen

Die schlimmste Dürre in Namibia seit 30 Jahren mit katastrophalen Folgen für die Menschen, die Tiere und die Landwirtschaft geht weiter, Hilfe läuft an, groß und klein, auch der Arbeitskreis Namibia des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf setzt sich ein.

Mit einer Spende von 500 Euro beteiligt sich der Arbeitskreis Namibia an einer Spendenaktion der deutschen Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). 40.000 Euro hatten die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die VEM der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Namibia (ELCRN) Mitte Juli für Nothilfe zur Verfügung gestellt. Die VEM bittet weiterhin um Spenden für Hilfsgelder zum Kauf von Nahrung und Futtermitteln.

Es werden Spenden benötigt, „um abgelegene Ortschaften, die von der Hilfe der Regierung nicht erreicht werden, mit Grundnahrungsmitteln und sauberem Wasser zu versorgen“, erklärt Carsten Körber vom Düsseldorfer Namibia-Arbeitskreis und Pfarrer der Evangelischen Thomas-Kirchengemeinde Düsseldorf . In entlegenen Gebieten im Norden gebe es keine Wasserleitungen. Deshalb müssten Transporte mit sauberem Wasser dorthin entsendet werden. Dies koste viel Geld. Wenn jetzt Tiere verenden, dann brauche es mehrere Jahre, um Herden neu aufzubauen.

Langfristige Folgen

Er weiß, es ist absehbar: Für Hundertausende wird im Norden Namibias und im angrenzenden Angola in den kommenden zwölf Monaten nicht genügend Wasser vorhanden sein. Die Dürrefolgen werden langfristig, über mehrere Jahre zu spüren sein, so Körber, der u.a. Inflation und steigende Lebensmittelpreise in ganz Namibia befürchtet.

„Viele haben wegen des fehlenden Regens ihr weniges Saatgut gar nicht oder sehr spät ausgesät. Selbst die Weiden der Viehzüchter verdorren in der sengenden Hitze.“ Ein Großteil der Bevölkerung lebt von Ackerbau und Viehzucht. Die Regierung in Namibia hat den Notstand ausgerufen, mit Brunnenbohrungen und der Verteilung von Mais versucht sie zu helfen. Doch Mais ist nicht nahrhaft genug, und gerade bei den Kindern besteht die Gefahr einer Mangelernährung.

Nötig ist auch seelsorgliche Betreuung

Nötig sei außerdem Hilfe ganz anderer Art, so Körber: Es gelte auch, verzweifelte Menschen seelsorglich zu betreuen. Es brauche einfach Menschen „im Hintergrund“, die für die Betroffenen da sind.

Anfang August haben mehr als 600.000 Menschen in den Provinzen an der angolanischen Grenze nicht genug zu essen und nicht genug Wasser, so der Lutherische Weltbund, der die Hilfen organisiert. Im ganzen Land steige die Unterernährung, unter Kindern steige die Sterblichkeit. Vor März 2014 sei keine Ernte zu erwarten.

Spenden für die Hilfe in Namibia an die die VEM: KD-Bank, Konto 90 90 90 8, BLZ 350 601 90.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 14. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 15.08.2013



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