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Bundestagswahl

Pflege braucht höhere Wertschätzung

Die Pflege alter und kranker Menschen muss in Gesellschaft und Politik einen höheren Stellenwert erhalten. Das hat die Diakonie im Saarland bei einer Rundreise durch Pflegeeinrichtungen in Neunkirchen mit Bundestagskandidaten deutlich gemacht.

Dabei stellte die Diakonie Rheinland Westfalen Lippe (RWL) ihre Forderungen zum Thema Pflege zur Bundestagswahl im September vor. Sie wurden gemeinsam erarbeitet vom Diakonischen Werk an der Saar, der Ökumenischen Sozialstation Neunkirchen/Spiesen-Elversberg, den Saarland Kliniken kreuznacherdiakonie und der Seniorenhilfe kreuznacherdiakonie. Gute Pflege müsse mehr Wertschätzung erfahren und der Gesellschaft etwas wert sein, heißt es in dem Positionspapier der Diakonie.

Konkret fordert die Diakonie von der Politik „dringend eine Struktur und Vergütung der Pflege, die den Mitarbeitenden deutlich mehr Zeit bei den Patienten gibt“. Der Begriff der Pflegebedürftigkeit müsse neu definiert werden und zwar orientiert am tatsächlichen individuellen Bedarf. Die derzeit geltenden Pflegestufen müssten überarbeitet und flexibler gestaltet werden.

Die Diakonie RWL sprach sich auch für einen Tariflohn für Beschäftigte in der Pflege aus, um den Pflegeberuf aufzuwerten und attraktiver zu machen. Dafür müsse die Politik die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen. Auch die Finanzierung der Krankenhäuser sollte sich an den tatsächlichen Sach- und Personalkosten orientieren.

Auch den Personalschlüssel verbessern

Notwendig ist aus Sicht der Diakonie RWL auch mehr Personal, um eine menschenwürdige Pflege zu sichern. „Pflegende benötigen mehr Zeit, um Patienten und Pflegebedürftige gut zu versorgen“, heißt es in dem Positionspapier. In den Senioreneinrichtungen sei darum „ein besserer Personalschlüssel erforderlich“.

Stationen der Rundreise waren das Caroline-Fliedner-Haus (Seniorenhilfe kreuznacherdiakonie) und das Fliedner Krankenhaus (Saarlandkliniken kreuznacherdiakonie) in Neunkirchen sowie die Kirchliche Sozialstation Neunkirchen/Spiesen-Elversberg.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 8. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 8. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / hp / 08.08.2013



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