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Präses Rekowski erhofft sich eine breite gesellschaftliche Diskussion

„Organspende kann ein Ausdruck christlicher Menschenliebe sein“

Pressemitteilung Nr. 131/2018

Düsseldorf. In der aktuellen Debatte um Organspende wirbt Manfred Rekowski für eine breite gesellschaftliche Diskussion. „Die komplizierten Fragen um die Organspende machen keine einfachen Antworten möglich. Die Hochleistungsmedizin schafft in vielen Bereichen neue Möglichkeiten, die wir dankbar annehmen können und die zweifelsfrei eine Verbesserung darstellen. Sie führt aber auch zu Handlungsoptionen, wo es keine einfache Bewertung gibt“, schreibt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seinem Präsesblog: „Es ist aber wichtig, in der Gesellschaft das Für und Wider zu diskutieren. Denn die Diskussion reagiert auf eine Not, die Not der Menschen, die auf ein Organ zur Transplantation warten! Ich finde es deshalb gut, dass die neue Initiative das sensible Thema wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt hat. Ich wünsche mir, dass es eine breite gesellschaftliche Diskussion gibt und viele eine bewusste persönliche Entscheidung treffen.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einen weitreichenden Wechsel der deutschen Regelung von der jetzt gültigen Entscheidungslösung zur erweiterten Widerspruchslösung vorgeschlagen. Wenn es zu diesem Wechsel käme, würde jede Bürgerin, jeder Bürger hierzulande mögliche Organspenderin bzw. möglicher Organspender sein, es sei denn, sie oder er widerspricht und macht diesen Widerspruch aktenkundig. Zurzeit kommen nur solche Menschen als Organspender in Frage, die nachweisbar ihre Zustimmung gegeben haben. „Ein solcher Wechsel des Verfahrens ist keine Formalie, sondern eine Veränderung mit einer Vielzahl von Folgen, die gut bedacht sein müssen“, stellt Rekowski fest.

„Für mich kann die Organspende ein Ausdruck christlicher Menschenliebe sein“, schreibt der rheinische Präses: „Es ist wichtig, hier das ,kann‘ zu betonen. Die Entscheidung für oder gegen Organspende kann nicht theologisch eindeutig festgelegt werden: Weder erzwingt die christliche Nächstenliebe eine Entscheidung für die Organspende noch kann man Menschen, die eine Entscheidung gegen die Organspende fällen, Nächstenliebe absprechen. Dennoch gibt es viele Christinnen und Christen, die nach reiflicher Überlegung einer möglichen Organspende zustimmen und sie können dies als Ausdruck ihrer Nächstenliebe verstehen. Zu diesen zähle ich auch mich, ich habe einen Organspende-Ausweis ausgefüllt und trage ihn bei mir.“

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 13.09.2018



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