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Männerarbeit, ambulanter Hospizdienst und Theaterprojekt ausgezeichnet

Vorbildlich, kreativ, unverzichtbar – Präses verleiht Ehrenamtspreis

Pressemitteilung Nr. 136/2018

Köln. Große Freude beim Festgottesdienst in der Kölner Kartäuserkirche: Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, überreichte am Sonntagvormittag den Gewinnerinnen und Gewinnern des Ehrenamtspreises 2018 ihre Urkunden und gratulierte herzlich. Der mit je 1000 Euro dotierte Preis ging an die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen, an den Ambulanten Hospizdienst für die Innenstadt Köln der Evangelischen Gemeinde Köln und an das Projekt „95 Thesen für eine andere Welt“ der Evangelischen Jugend an Nahe und Glan.

„Berufliche Mitarbeit in der Kirche hat in besonderer Weise dem Ehrenamt zu dienen: Gaben aufzuspüren, zu würdigen, zu fördern, einzusetzen, zu koordinieren, zu unterstützen, zu entfalten, ihnen Raum zu geben, sie groß zu machen, wachsen zu lassen“, sagte Präses Rekowski. Um diese Sichtweise zu fördern, habe die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland den Ehrenamtspreis eingesetzt.

Die aktuelle Auflage des Preises stand unter dem biblischen Leitwort „Denn wir sind Gottes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Der Fokus lag auf Projekten, in denen ehrenamtlich Mitarbeitende befähigt werden, eigenständig Dienste in der Gemeinde zu übernehmen, auf explizit multiplikatorisch ausgerichteten Projekten sowie auf solchen, die zur Vermittlung des Glaubens beitragen und Menschen darin bestärken, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

So würdigten Rednerinnen und Redner aus der Jury im Festgottesdienst das Ehrenamt der Preisträgerinnen und Preisträger:

Superintendent Jürgen Knabe über die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen:

„Wie kann man in unserer heutigen Zeit Männer für Fragen des Glaubens interessieren? Wie kann man die Vernetzung von Kirche und Gesellschaft praktisch leben? Die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen hat auf diese Fragen eine überzeugende Antwort gefunden. (…) Die Männerarbeit geschieht generationenübergreifend. Väter, Söhne und Großväter machen sich auf den Weg zu gemeinsamen Ausflügen, Wandertouren, Kanufahrten und Pilgerreisen. Sie findet statt mitten im Leben der Männer in ihren Familien, Berufen, Städten und Dörfern. Die Veranstaltungen dienen dazu, sich mit den eigenen Glaubensgrundlagen auseinanderzusetzen und sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. (…) Die Arbeit wirkt über die Teammitglieder und die Teilnehmer an den Veranstaltungen in die Gesellschaft hinein und führt zu lebendigen Kontakten mit Verwaltungen, Feuerwehren, Ortsvereinen und gesellschaftlichen Gruppierungen. Sie erhält Unterstützung durch Kirchengemeinden, Sportvereine, Forstbetriebsgemeinschaften, Chöre, Fördervereine, Bürgermeister sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete. Das Wirken der Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen ist modellhaft, denn es führt zu einem lebendigen Austausch und zu einer lebendigen Vernetzung von Kirche und Gesellschaft.“

 

Krankenhausseelsorgerin Pfarrerin Meike Rudolph an den Ambulanten Hospizdienst für die Innenstadt Köln der Evangelischen Gemeinde Köln:

„All das, was rund um das Sterben eines Menschen geschieht, soll in unserer Mitte geschehen dürfen, fachlich gut begleitet durch Palliativärzte und qualifizierte Pflegekräfte, aber eben integriert in die vertraute Lebenswelt und die gewachsenen Lebensbezüge der Sterbenden und ihrer Angehörigen. Und Sie als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen Ihren ganz besonderen Anteil daran, dass dies in Ihrem Stadtteil gelingt. (…) Ihr Engagement ist unverzichtbarer Bestandteil der sozial-diakonischen Arbeit der Evangelischen Gemeinde Köln und wirkt hinein in die kirchliche und gesellschaftliche Öffentlichkeit. (…) In herzlicher Verbundenheit mit den Schwerstkranken, die durch Ihr Ehrenamt Beistand erfahren, mit den Angehörigen, die sich durch Sie unterstützt wissen, mit der Gemeinde, die durch Ihr Engagement auf so vielfältige Weise bereichert wird, und mit einer Gesellschaft, die einen offenen Diskurs in der Auseinandersetzung mit den Fragen am Ende des Lebens braucht, sagt die Evangelische Kirche im Rheinland Ihnen Danke.“

 

Pfarrerin Dr. Anke Wiedekind über das Projekt „95 Thesen für eine andere Welt“ der Evangelischen Jugend an Nahe und Glan:

„Was uns sehr begeisterte, waren junge Menschen, die durch ein Theaterprojekt nachhaltig verändert wurden. Was hatte sie verändert? (…) Ihnen wurde während des Prozesses zugesprochen, dass sie kreativ sind, dass ihre Ideen wertvoll sind, dass sie fantastische Gaben haben, die sogar ein Publikum begeistern können: im Schauspielern, Singen, Texten. Sie haben erlebt, dass Kirche ein Ort ist, an dem man junge Menschen ernst nimmt und ihnen Raum zur Persönlichkeitsentfaltung bietet. Sie haben anhand dessen, was sie selbst erlebt haben, ihre eigene Rolle als ehrenamtlich Mitarbeitende in den Jungscharen, Kindergottesdiensten und Jugendgruppen reflektieren können. In sie wurde investiert während des Theaterprojekts und sie spürten, dass auch sie investieren können im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. (…) In einer Zeit, in der Kirche von Jugendlichen eher als langweilig, öde, von gestern wahrgenommen wird, haben sich Menschen vorgenommen, Jugendarbeit so zu gestalten, dass man ihren Effekt spürbar im Umfeld wahrnimmt.“  

Rheinische Kirche zählt mehr als 112.000 ehrenamtlich Mitarbeitende

Mehr als 112.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche im Rheinland, die sich vom Niederrhein bis ins Saarland erstreckt. Sie bringen immer wieder Ideen und frischen Wind ins kirchliche Leben. Mit dem Ehrenamtspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, sollen sowohl bewährte als auch neue Formen ehrenamtlicher Arbeit in Kirche und Diakonie gefördert werden.

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Köln / EKiR-Pressestelle / 23.09.2018



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